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Titelaufnahme
Band
[Grundwerk]
VerfasserZiegenbalg, Bartholomäus In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen In Wikipedia suchen nach Bartholomäus Ziegenbalg ; Plütschau, Heinrich In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen In Wikipedia suchen nach Heinrich Plütschau
Verleger / DruckerPape, Johann Christoph In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen In Wikipedia suchen nach Johann Christoph Pape
QuelleMerckwürdige Nachricht aus Ost-Jndien/ Welche Zwey Evangelisch-Lutherische Prediger/ Nahmentlich/ Herr Bartholomäus Ziegenbalg/ Gebürtig von Pulsnitz in Meissen/ Und Herr Heinrich Plütscho/ Von Wesenberg in Mecklenburg/ So von Seiner Königl. Majestät in Dennemarck und Norwegen Den 29. Novemb. 1705. aus Copenhagen nach Dero Ost-Jndischen Colonie in Trangebar gesandt/ : Zum löblichen Versuch/ Ob nicht dasige angrentzende blinde Heyden einiger massen Zum Christenthum möchten können angeführet werden: ; Erstlich unterwegens den 30. April 1706 aus Africa von dem Vorgebirge der guten Hoffnung/ ... Und bald darauf/ aus Trangebar von der Küste Coromandel, an einige Prediger und gute Freunde in Berlin überschrieben/ und von diesen zum Druck befördert.
Ausgabe
Die andere Auflage
Umfang / Format30 S., [1] Bl ; 4°
SpracheDeutsch
Bibliographische QuelleBibliogr. Nachweis: Bircher, M. Barock, 1600-1720 B 6748
Anmerkung
Fingerprint nach Ex. der NLB Hannover und der Bibl. der Franckeschen Stiftungen zu Halle
Vorlageform des Erscheinungsvermerks: Leipzig und Franckfurt am Mayn/ Verlegts Joh. Christoph Papen/ Privil. Buchhändler in Berlin/ Anno MDCC.VIII. Und daselbst in seinem Buch-Laden am Molcken-Marckt/ unter Herrn Koppens Hause zufinden.
URNurn:nbn:de:gbv:ha33-1-42380 Persistent Identifier (URN)
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Merckwuerdige Nachricht aus Ost-Jndien/ Welche Zwey Evangelisch-Lutherische Prediger/ Nahmentlich/ Herr Bartholomaeus Ziegenbalg/ Gebuertig von Pulsnitz in Meissen/ Und Herr Heinrich Pluetscho/ Von Wesenberg in Mecklenburg/ So von Seiner Koenigl. Majestaet in Dennemarck und Norwegen Den 29. Novemb. 1705. aus Copenhagen nach Dero Ost-Jndischen Colonie in Trangebar gesandt/ : Zum loeblichen Versuch/ Ob nicht dasige angrentzende blinde Heyden einiger massen Zum Christenthum moechten koennen angefuehret werden: Erstlich unterwegens den 30. April 1706 aus Africa von dem Vorgebirge der guten Hoffnung/ ... Und bald darauf/ aus Trangebar von der Kueste Coromandel, an einige Prediger und gute Freunde in Berlin ueberschrieben/ und von diesen zum Druck befoerdert. / Bartholomäus Ziegenbalg. - Die andere Auflage - Leipzig: Papen, 1708

Signatur: 76 D 7 [8]
Mit den bereits 1706 erschienenen "Merckwuerdigen Nachrichten von einer Reise nach Ost-Indien" erfuhr eine breitere Öffentlichkeit erstmals von der Entsendung zweier deutscher Missionare in die dänische Kolonie Tranquebar und damit vom Beginn des protestantischen Missionsunternehmens, das unter dem Namen "Dänisch-Hallesche Mission" bekannt wurde. Knapp werden auf dem Titelblatt die Namen und die Herkunft der beiden Seelsorger genannt, ebenso der Auftraggeber des Missionswerks, König Friedrich IV. von Dänemark und Norwegen (1671-1730). Der Bericht selbst ist ein gemeinschaftlicher Brief der beiden Missionare Bartholomäus Ziegenbalg (1682-1719) und Heinrich Plütschau (1677-1752), den sie während ihres Aufenthalts beim Kap der guten Hoffnung am 30. April 1706 verfassten und an "einige Prediger und gute Freunde in Berlin" sandten. Bei den Adressaten handelte es sich um Konrad Gottfried Blankenburg (1657-1712), Christian Campe (1672-1752), Johann Lysius (1675-1716), Christoph Naumann (gest. 1726), Johann Porst (1668-1728) und Andreas Schmid (1672-1745). Herausgeber der Schrift war Joachim Lange (1670-1744), Ziegenbalgs Lehrer und Förderer am Friedrichs-Werderschen Gymnasium in Berlin. Der Leser erfährt von der Abreise der Missionare aus Kopenhagen, ihrer abenteuerlichen Seereise, der Ankunft am Kap und ihren Eindrücken von den Hottentotten.
In der zweiten Auflage der "Merckwuerdigen Nachrichten", die 1708 erschienen ist, wurde dieser erste Brief unverändert übernommen. Die Ausgabe wurde jedoch um sechs weitere Berichte Ziegenbalgs und Plütschaus aus dem Zeitraum Juli bis Oktober 1706 erweitert, in denen sie über ihrer Weitereise nach Indien, die Ankunft in Tranquebar, die Begegnung mit den Tamilen und ihrer Religion sowie die Aufnahme des Sprachenstudiums berichten.
Der hier digitalisierte Druck der zweiten Auflage der "Merckwuerdigen Nachrichten" stammt aus dem Besitz des Theologen und Slawisten Heinrich Milde (1676-1739), einem engen Mitarbeiter August Hermann Franckes. Er hat die Ausgabe mit Anmerkungen versehen, die interessante Einblicke in die Rezeption der Berichte durch einen Zeitgenossen bieten.
Die "Merckwuerdigen Nachrichten" wurden 1708 mit einer weiteren Publikation fortgesetzt.