Wenn das aber keine Unordnung ist, daß Fa-
cultas Theologica denen Magistris ihre Frey-
heiten, welche sie von so vielen Jahren her
auff dieser Universität zu vieler Besten ge-
brauchet, entziehen will, sehe ich nicht, was
eine Unordnung machen könne genen-
net werden. Will man aber mir im-
putiren, so andere aus meinem Thun Gele-
genheit genommen haben, eine Unordnung
zu machen, wäre zwar solches unrecht;
Aber auch dieses wird in denen actis sich
gantz anders befinden. Denn was
von Herrn D. Speners famulo pp undt
von andern Dingen gezeuget worden, hat
sich befunden, daß es gantz ungegrün-
dete und unverschämte Unwarheiten
sind. Denn so gar kein famulus von Herrn
D. Spenern allhier gesehen oder gehöret
worden. Es ist nicht gnug gewesen,
daß man mich verleumbdet, man hat
auch noch einen umb unsere gantze Kir-
che hochverdienten Theologum mit seiner
Verleumdung zu beschmitzen gedacht.
Oder es müste eine unordnung im statu
oeconomico gezeiget werden, welches mei-
nen Wiederwärtigen sehr schwer fallen mö-
chte. Denn Gott ist ein Gott der Ord-
nung, und wo Gott geehret und gelie-
bet wird, da kan man keine unordnung
dulden. (7.) Eben so wenig //aber// hat man
hinführo einige Unordnung zu befahren.
Denn wenn //ohne// meine Schuld bißanhero von
meinen