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Nr. 47 A.H. Francke an Ph.J. Spener 27.8.1692
Hamburgensem 7 , wäre wohl nöthig gewesen, daß ich in meinem auffsatz x erinnert hätte, daß ich solche art zu schreiben an Freunden und Feinden miß-
10 billigte, und detestirete. Solche patroni pietatis richten uns nichts gutes aus. Das Leipzigische an die Fr. Lankischen 9 wird wohl bekant seyn. 10
Man sagt Luppius 11 samle dinge von der Rosemunden' 2 , und wolle sie drucken lassen 13 , wird wohl eine schädliche Schmirerey werden, und sehe ich doch nicht, wie man der Sache begegnen könne.
15 Wie es der Herr mit des Herrn von Seckendorff 14 Vorschlag 15 fugen werde, lasse ich mir gerne gefallen, und wiederhole gern das rTÜ,y t^TH 16 . Herrn Laurentio 17 hat Gott gute beßerung verliehen, daß nun der parox[ysmus] einige mahl außblieben. 18 Luppii vornehmen kan aus beylage 19 von Herrn Schillingen 20 deutlich ersehen werden.
20 Unter Empfhelung der Gnade Gottes verharre Meines theuresten Vaters Gehorsamer Sohn M. Aug[ust] Hermann Francke.
Glauche an Halle den 27. Aug. 1692.
Dem Hochwurdigen, in Gott andächtigen, und hochgelahrten Herrn Herrn 25 Philipp Jacob Spenern der H. SchfrifFt] D. Sfeiner] Churfürstlichen durch- laucht Zu Brandenburg Consistorial Rath und Probsten
In Berlin.
Francö.
7 Johann Friedrich Mayer (s. Brief Nr. 17, Anm. 35).
8 Wohl Franckes Entdeckung der Bosheit, die gerade gedruckt wird (s. Z. 2f und Anm. 2).
9 Regina Lanckisch, Witwe Friedrichs II. Lanckisch (s. Brief Nr. 39, Anm. 10), die nach 1667 zunächst allein und später gemeinsam mit ihrem Sohn, Friedrich III. Lanckisch, die Verlagsbuchhandlung leitete (Gierl, 350. 359 u.ö.).
10 Wohl Chr. Eckhard, Missive An die Frau M. Lanckischen/ Fürnehme Buchhändlerin/ in Leipzig/ Eine neue Schmäh-Schrifft betreffendt [Datum Braunschweig den 18. Junii 1692]. Samt Einen kurtzen Anhang von dem Un-Christlichen Antipietisten-Geist, Haarburg [lt. VD 17 evtl. fingiert, nicht nachweisbar] 1692.
11 Andreas Luppius (s. Brief Nr. 32, Anm. 9).
12 Rosamunde Juliane von der Asseburg (s. Brief Nr. 15, Anm. 17).
13 Ein entsprechender Druck ist nicht nachweisbar.
14 Veit Ludwig von Seckendorf (s. Brief Nr. 1, Anm. 4).
15 Der aus Seckendorfs Bericht aus Glaucha bzw. Halle vom 19.8.1692 (s. Brief Nr. 44, Anm. 7) resultierende Vorschlag, wie die Untersuchungskommission einzurichten sei (s. Brief Nr. 46, Anm. 4).
16 Ps 37,5b (s. Brief Nr. 46, Anm. 9).
17 Georg Michael Laurentius (s. Brief Nr. 32, Anm. 43).
18 Zu Laurentius' Erkrankung s. Brief Nr. 44, Z. 57-61.
19 Nicht überliefert.
20 Johann Andreas Schilling (s. Brief Nr. 10, Anm. 27).