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Nr. 113 PhJ. Spener an A.H. Francke 14.12.1695
113. Ph.J. Spener an A.H. Francke
Berlin, 14. Dezember 1695
Inhalt
Sendet Reskript wegen Adjunktur Johann Anastasius Freylinghausens. Ausgelegte Kanzleigebühren und weitere 4 Taler soll Frau Wagner bekommen.
Überlieferung
A: AFSt/H A 125: 53
D:-
Von unsrem Jesu, der zu unsrem heil gekommen ist, kommet und wider kommen wird, alle gnade!
In demselben hertzlich geliebter Bruder, wehrter Herr und Gevatter.
Nachdem vor ein paar stunden erst den Churffürstlichen] befehl bekommen 1 , 5 ob wol kaum die wenigste zeit wegen morgender arbeit - habe, solle dennoch denselben keine post aufmalten. Hoffe nun daß gegen diesen befehl nichts mehr werde zusagen sein: Der Herr, deßen ehre und dero mehrere beforde - rung gesuchet wird, segne alles kräfftiglich zu reicher erlangung vor äugen habenden Zweckes. Die 2 thaler cancelleygebühr 3 , so darvor aussgelegt [?], in bitte unsrer gelfiebten] Frau Wagnerin 4 zur Christgabe dißmal zusenden; wo auch jemand noch 4 darzu legen wolte, so erstatte sie hie [?] dem, der deßen befehl sie von mir [?] zu empfangen bekäme. Ihr aber zu schreiben leidet die zeit nicht, doch kan sie versichert sein, das ihr täglich vor dem Herrn gedencke. In deßen treue obhut, segen u. gnade samt liebsten angehörigen 15 hertzlich erlaßende verharre
Meines hertzlich geliebten Herrn Gevatters u. Bruders zu gebet und liebe williger
Philipp Jacob Spener D. Mppria Berlin den 14. Xber. 1695
12 /von mir (?)/.
1 Wohl das kurfürstliche Reskript, Freylinghausen als Adjunkten in Glaucha einzusetzen, vom 10.12.1695 (s. Brief Nr. 110, Anm. 25).
2 Die Predigt zum 3. Advent.
3 Gebühr für die Ausfertigung des Reskripts.
4 Möglicherweise eine in oder bei Erfurt lebende Frau Wagner, mit der Spener und Francke in Kontakt standen (vgl. Brief Nr. 177, Z. 17f).