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Nr. 145 Ph.J. Spater an A.H. Francke 26. 7. 1698

35 könen, mich gebeten, anfrage zu thun, ob nicht ein Italiener, so ein Luchese 16 und also deßen sprach vor andern nett, bey ihren anstalten könte etwas wegen der sprach employirt werden. Ich habe ihm gleich gesagt, das ich, auch wegen Herrn M. Ludovici 17 deßen müglichkeit nicht sehe: doch endlich auff sein bitten, erboten, davon anrege zu thun. Er hat zu Geneve sich zu den

40 Reformirten begeben, und werde von Tübingen hieher kommen. Hiemit göttlicher treuen obhut und regirung mit gantzem lieben hauß und anstalten hertzlich empfehlende verbleibe

Meines Hochgeehrten Herrn gev[atters] und gel[iebten] Bruders zu gebet u. liebe williger

45 Phhlipp] J[acob] Spener D. Mppria

Berlin den 26.Jul. 1698.

Es ligt der brieff an Frau Pfischerin 18 mit eingeschloßenem geld noch bey uns, und können wir nicht, wer die seye, oder wo sie sich aufmalte, erfahren: bitte also um nähere nachricht. so Herrn D. Breithaupt 19 u. Herrn L. Anton 20 , samt andern Christlichen freunden grüße ich hertzlich.

Herren Herren August Hermann Francken proffessori] Graecae und orien- t[alium] Ling[uarum] publico bey Hochlöbl[icher] universitet zu Halle, und treueyffrigem pastori zu Glauche. 55 Halle. Franco

38 müglichkeit ] nützlichkeit: D.

16 Stammend aus der bis 1847 selbständigen norditalienischen Provinz Lucca. Der Name des Italieners wurde nicht ermittelt.

17 Georg Franz Ludovici, Konvertit aus der katholischen Kirche, der 1698 mehrere Schriften Franckes wohl zu Schulzwecken ins Italienische übersetzte (vgl. Briefe Ludovicis an Francke AFSt/H C 460: 1-4).

18 Person und Brief wurden nicht ermittelt.

19 Joachim Justus Breithaupt (s. Brief Nr. 7, Anm. 36). 211 Paul Anton (s. Brief Nr. 110, Anm. 64).