Nr. 169 A.H. Frtmcke an Ph.J. Spetier 8. 7. 1699

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Herrn Conow 12 habe treulich erwecket, und möchte wol wissen, wie ers angenommen, und sich darauff bezeuge. Gott laße dann auch die Sache mit Herrn Blanckenbergen 13 an allen Seiten zum erwünschten zweck gelangen, darnach mich hertzlich verlanget. Herr M. Trost 14 wartet mit Schmertzen auff einige gute resolution von Hofe. 15 Herr Frömmichen 16 mag allerdings manche unverantwortliche Reden geführet haben 17 , weswegen ich ihn auch, so bald ichs erfahren, avociret, und, da ich hier ihn noch besser kennen lernen, mich seiner gantz entschlagen, und froh bin, daß ich nur seiner loß worden. Von unsrem lieben Herrn Ludolph 18 habe ein Schreiben von Constantinopel bekommen 19 , dessen copiam ich hierbey sende 20 , und ihn fernerem Gebeth anbefehle. Womit verharre

Meines theuresten Vaters Gebethschuldfigster]

A[ugust] H [ermann] Francke.

Halle den 8.Jul. 99.

12 Dietrich Christian Cunov (s. Brief Nr. 158, Anm. 4).

13 Die Berufung Konrad Gottfried Blankenbergs (s. Brief Nr. 22, Anm. 31) zum adjungierten Propst an St. Nikolai.

14 Heinrich Julius Trost (s. Brief Nr. 168, Anm. 34).

15 Wegen der drohenden Versetzung auf eine geringere Pfarrstelle (s. Brief Nr. 168, Z. 66-68 und Anm. 37).

16 [Johann Heinrich (?)] Frömmichen (s. Brief Nr. 168, Anm. 40).

17 Vgl. Brief Nr. 168, Z. 71-80 und Anm. 41.

18 Heinrich Wilhelm Ludolf (s. Brief Nr. 111, Anm. 1).

19 Es können hier die Briefe Ludolfs aus Konstantinopel vom 13.3., 24.4., 1.5. und 19.5.1699 (AFSt/H D 71: 14-19) gemeint sein.

211 Nicht überliefert.