Nr. 175 Pli.J. Spener an A.H. Francke 8. 8. 1699

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trücklicher wider benommen werden könne, das in gegenwart nachtrücklicher 15 geschehen kan. Der Herr gebe segen zu der reise selbs und dero vorgesetztem zweck.

Im übrigen ist mir lieb, das auch die relation falsch gewesen, ob wäre die schrifft andern communiciret worden 8 , welches mit zimlicher gewißheit vor­gegeben wurde, und die gantze sache zimlich hätte verderben können. Ich 20 verspahre aber alles, auch sonderlich was die predigt betreffend den marck- schreyer 9 anlangt, biß auff unsre, der Herr gebe in seiner gnade geschehende, zusammenkunfft, und nechst treuer empfehlung in des Himmlischen Vaters gütige obhut verbleibe

Meines Hochgeehrten Herrn Gevfatters] und gelfiebten] Bruders zu gebet 25 u. liebe williger

Philipp Jacob Spener D. Mppria.

Berlin den 8. Aug. 1699.

Herren Herren August Hermann Francken Sanctissimae Theolfogiaej, auch Linguarum Sanctforum] professori publico ordinfario] der univ[ersitet] Halle, 30 und treufleißigem pastori zu Glauche.

8 Spener hatte gehört, daß Francke seinBekenntniß von dem Ministerio zu Halle in Sachsen" vom 27.4.1699 (s. Brief Nr. 161, Anm. 1) selbst verbreitet habe, was Francke bestritten hatte (s. Briefe Nr. 172, Z. 62-67 und Nr. 173, Z. 15ff).

9 Franckes Predigt gegen Marktschreier (s. Anm. 2).