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Nr. 228 Ph.J. Später an A.H. Francke 25. 9. 1700
4(i etwas anders thue, auch soviel weniger brieff schreibe. Gedachte anfangs gar nicht, das soviel arbeit kosten werde: nach dem es aber nun angehoben, muß ich vollends, soviel Gott gnade geben wird, hindurch. Doch hoffe, es solle die mühe eben nicht gar umsonst angewendet sein.
Im übrigen haben die Socinianer etwas wider mich geschrieben in causa
45 divinitatis et aeternae generationis filii DEi 20 : ich kan aber kaum zur antwort 21 die zeit gewinen, da irer doch sehr, auch von Reformirten, verlangt wird, also das man recht des wegen an mir treibet. Ich finde eben darinen den meisten torporem senilem, das wo ich concipire, fast noch soviel zeit, als in vorigen jähren gebrauche, daher mir alles auff meine beiden predigten in der woche
so gehet. Nun Gott wird endlich durch u. hinauß helffen. In deßen treue obhut, segen u. regirung empfehlende verbleibe schließlich
Meines hochgeehrten Herrn Gev[atters] u. gel[iebten] Bruders zu gebet u. liebe williger
Philipp Jacob Spener D. Mppria.
55 Berlin den 25. Sept. 1700.
Herrn Herrn August Hermann Francken Sanctissimae Thfeologiae] pro- ffessori] publfico] ordinjario] und pastori zu Glauche.
Halle
Franco
2(1 [S. Crell], Einige Betrachtungen ueber Herrn D.PJ. Speners von der ewigen Gottheit Christi [...] gehaltenen Predigt [...] (s. Brief Nr. 204, Anm. 18). — Spener hatte auf die Publikation bereits in seinem Brief vom 31.3.1700 hingewiesen (s. Brief Nr. 204, Z. 28—30).
21 Vgl. Ph.J. Spener, Vertheidigung des Zeugnuesses von der Ewigen Gottheit [...] JESU CHRISTI [...] (s. Brief Nr. 204, Anm. 19).