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Nr. 233 Ph.J. Später an AM. Francke 19.2. 1701
cinianer 9 kan nicht kommen vor Ostern, aber nachmal will ich versuchen 10 , 15 wo es Gott vor gnade verleyhen werde.
Das pacquet an Herrn Schöningen 11 kam gerade recht, da Herr Pfeffinger 12 auff der post fortfahren solte 13 , der es Herrn D. Zierold 14 zu Stargard einhändigen solte.
Hiermit sende von cap[itel] VI art[icul] I und II' 5 (von den[en] die sum- 20 marien, weil das päcklein nicht wider auffmachen mag, hiebey ligen, u. an ihren ort zu legen sind) zum truck: mangelt nur noch artficul] III 16 der nicht größer als einer dieser beiden: solle förderlich mit Gottes hilfF folgen. Nach dem ist noch übrig vor folgende meß P[ars] III und darinen das caphtel] VII. 17 Es werden sich aber an dasselbige paralipomena außen anhengen 18 : 25 wie den erst heut widerum ein paquet alter copien gefunden, die zimlichen theils noch in die vorige capitel gehört hetten, aber jetzt nicht durchgegangen werden könen, und also verspahrt werden. Ist das beste, das in hoc genere scripti an der Ordnung der folge wenig gelegen, und alle confusion durch ein generalregister, das bey P[ars] III nöthig sein wird 19 ersetzt werden kan. Hätte 30 nimmermehr gemeint, das die revision soviel arbeit kosten solte. Gott seye danck, das die meiste überstanden. Er laße sie nicht ohne frucht bleiben.
Dieses beygelegte couvert 20 ist vor 6 wochen mit dem einschluß an eine Erdmannin 21 gekommen. Ich weiß aber nicht, wer die person oder wo sie anzutreffen ist: bitte den studiosum 22 befragen zu laßen, sonsten bleibt sein
17 D. ] M.: D. 19 denfen]: cj. 23 /vor folgende meß/. 25f/zimlichen theils/: (alle).
9 Ph.J. Spener, Vertheidigung des Zeugnuesses von der Ewigen Gottheit [...] JESU CHRISTI [...] (s. Brief Nr. 204, Anm. 19).
10 Eine vorläufige Verteidigung gegen die Sozinianer bildet erst Speners Predigt vom 27.12.1701 (s. Brief Nr. 204, Anm. 19).
" Christian Gottfried Schöning (s. Brief Nr. 231, Anm. 12). Aland identifiziert die Person fälschlich als Benedictus Schöning (Aland, 176, Anm. 2).
12 Vermutlich handelt es sich um Johannes Pfeffinger, 1698 Studium in Halle; dieser (?) lebte mindestens von 1703 bis 1715 offenbar als Informator in Moskau (Matrikel Halle, 330; Pfeffinger an Francke, Moskau, 4.12.1703, in: Geissendoerfer, 203-205; Winter, 349. 380).
13 Pfeffinger reiste vermutlich nach Moskau. Er hielt sich am 7./8.3.1701 in Königsberg auf (vgl. Theodor Gehr an Spener, 7.3.1701, AFSt/H D 88: 251f, hier 252).
u Johann Wilhelm Zierold (s. Brief Nr. 179, Anm. 3).
15 Bed. 3, Teil 1 (1-658) u. 2 (659-844).
16 Bed. 3, 845-976.
17 Tatsächlich bildet das 7. Kapitel Teil 4 der Bedenken (Bed. 4), deren Vorrede vom 31.3.1702 datiert und die also erst zur Frühjahrsmesse 1702 erschienen.
18 Das 7. Kapitel besteht ausschließlich aus „PARALIPOMENA oder Von vorigen capiteln uebergebliebene und nach gefundene antworten" (Artikel 1—6).
19 Teil 4 der Bedenken enthält im Anschluß an Kapitel 7 ein Register „der Theile/ Capitel und Artickel", ein „Register der merckwuerdigen Sachen" und ein Bibelstellenregister.
211 Nicht überliefert.
21 Nicht ermittelt.
22 Sollte es sich um einen Verwandten gleichen Namens handeln, könnte Georg Christoph