Nr. 252 Ph.J. Später an A.H. Francke 25. 1.17'04

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252. Ph.J. Spener an A.H. Francke

Berlin, 25. Januar 1704

Inhalt

Empfiehlt den Studenten Schaa.

Überlieferung

A: A FS t/H D 42: 470-473 D:-

Jesum mit seinem heil!

In demselben hertzlich geliebter Bruder, HochEhrwürdiger Herr.

Es hat ein hiesiger bürger u. schlachter, nahmens Schaa 1 , einen Sohn 2 , der ihres orts studiret, und ohne zweiffei dieses praesentiren wird. Weil nun die Eltern nicht von vermögen, noch dem Sohn nach verlangen fort helffen- 5 nen, als haben sie mich gebeten, den Sohn des wehrten Bruders liebe, ob man ihn zu etwas brauchen könte, da er kosten anstehete [?], zu recommendiren. Ich habe zwahr geantwortet [?], das solches bey deme nicht nöthig, der ohne das willig seye, wo er könne, zu helffen. Doch habe ich ihrem anhalten fugen müßen. Sie sind gute feine leute, wie sich der Sohn bezeuge, werden sie ihres 10 orts am besten wißen.

Gott mache ihn zum werckzeug seiner gnade, u. schaffe selbs, was ihm darzu nöthig ist. Deßen treuer obhut deßen liebe person, hauß u. ämter hertzlich empfehlende verbleibe

Meines hochgeehrten Herrn u. gel[iebten] Br[uders] zu gebet u. liebe 15 williger

Ph[ilipp] J[acob] Spener D. Mppria. Berlin den 25. Jan. 1704.

S[einer] HochEhrw[ürden] Herrn Herrn August Hermann Francken Sanc- tissimae Thfeologiae] profess fori] publico ordinario auff der Königlichen 20 Fridrichsuniversitet und pastori zu Glaucha. Meinem Hochgeehrten Herrn. Halle.

5 fort ] + (zu). 12 /gnade/.

1 Nicht ermittelt.

2 Johann Christoph Schaa aus Berlin, seit 10.7.1703 Theologiestudent in Halle (Matrikel Halle, 378). Lebensdaten wurden nicht ermittelt.