tes Namen sachte fort. Der HErr leite uns! Sie aber
meine lieben Brüder leben wohl in dem HErrn Jesu,
und beten fleissig hinter und her. Ich bin Gottlob wohl -
die Gnade Gottes walte über Sie, und bekröne ihre Arbeit
mit vielen Segen"
Da sie nun im Namen Gottes abgesegelt waren, geleite-
te sie der HErr daß sie den 8ten bereits den Ort ihrer
Bestimmung erblickten, den 9ten aber erst einlauffen und
die Ancker fallen lassen konnten. Der Erste Anblick derer
Heiden so wohl, als insonderheit derer noch lebenden aber
mehrentheils dem Tode nahe seienden Christen rührete un-
sers seligen Bruders Hertz so, daß er sich der Trähnen
nicht enthalten konnte, und daher bald seine Zuflucht zu Gott
in Christo nahm und ihn um Gnade und Kraft für sich und
für alle Selen, sonderlich die zum Theil an den Pforten der
Ewigkeit stunden anzuflehen. Diese schenckte ihm auch der
gnädige Gott, daß er frisch ans Werck ging und solchen
Selen den Weg errichtet zu werden mit allem Ernst vor-
hielte und öfters mit ihnen betete. Bey denen Heiden er-
kundigte er sich vornehmlich ihrer Sprache und Religion,
und suchte die Wörter welche er von ihnen erlernete
bald wieder zu gebrauchen, wie er ihnen auch im Portu-
giesischen, welches einige in etwas verstunden, ein und
andere Begriffe von Gott p beyzubringen suchte. Er pre-
digte auf Nicobaren zu erst am Lande Teutsch über Luca
10, v. 23 p und handelte ab: daß der welcher Jesum leben-
dig erkennet, allezeit selig sey. Darauf hielte er auch im
Portugiesischen einen Vortrag. Sein Hertz war dabey sehr
bewegt, da er in diesem finstern Lande von Jesu predi-
gen konnte. Er ging täglich ans Land und besuchte die
Krancke: reichte auch einigen auf Verlangen das heil. A-
bendmal. Endlich ging er d. 15ten Sept mit dem Schiff wie-
der unter Segel, weil auf einer andern Insel Sombrei-
ro genannt ein bequemerer Ort zum anbauen seyn
u. daher occupiret werden solte. Als sie hier den 18ten
Sept. angekommen, ging er doch erst d. 24sten an Land,
und sahe sich etwas um: da inzwischen die Schifs Leute
meine lieben Brüder leben wohl in dem HErrn Jesu,
und beten fleissig hinter und her. Ich bin Gottlob wohl -
die Gnade Gottes walte über Sie, und bekröne ihre Arbeit
mit vielen Segen"
Da sie nun im Namen Gottes abgesegelt waren, geleite-
te sie der HErr daß sie den 8ten bereits den Ort ihrer
Bestimmung erblickten, den 9ten aber erst einlauffen und
die Ancker fallen lassen konnten. Der Erste Anblick derer
Heiden so wohl, als insonderheit derer noch lebenden aber
mehrentheils dem Tode nahe seienden Christen rührete un-
sers seligen Bruders Hertz so, daß er sich der Trähnen
nicht enthalten konnte, und daher bald seine Zuflucht zu Gott
in Christo nahm und ihn um Gnade und Kraft für sich und
für alle Selen, sonderlich die zum Theil an den Pforten der
Ewigkeit stunden anzuflehen. Diese schenckte ihm auch der
gnädige Gott, daß er frisch ans Werck ging und solchen
Selen den Weg errichtet zu werden mit allem Ernst vor-
hielte und öfters mit ihnen betete. Bey denen Heiden er-
kundigte er sich vornehmlich ihrer Sprache und Religion,
und suchte die Wörter welche er von ihnen erlernete
bald wieder zu gebrauchen, wie er ihnen auch im Portu-
giesischen, welches einige in etwas verstunden, ein und
andere Begriffe von Gott p beyzubringen suchte. Er pre-
digte auf Nicobaren zu erst am Lande Teutsch über Luca
10, v. 23 p und handelte ab: daß der welcher Jesum leben-
dig erkennet, allezeit selig sey. Darauf hielte er auch im
Portugiesischen einen Vortrag. Sein Hertz war dabey sehr
bewegt, da er in diesem finstern Lande von Jesu predi-
gen konnte. Er ging täglich ans Land und besuchte die
Krancke: reichte auch einigen auf Verlangen das heil. A-
bendmal. Endlich ging er d. 15ten Sept mit dem Schiff wie-
der unter Segel, weil auf einer andern Insel Sombrei-
ro genannt ein bequemerer Ort zum anbauen seyn
u. daher occupiret werden solte. Als sie hier den 18ten
Sept. angekommen, ging er doch erst d. 24sten an Land,
und sahe sich etwas um: da inzwischen die Schifs Leute