zu werden, und von dem Himmel u. der Hölle.
Bey welcher Unterredung er sehr bewegt war und
hertzlich seufzete, daß ihm der HErr Weisheit mit
ihnen recht umzugehen geben wolte. Da der Tod
einen nach dem andern wegrafte und fast alles dar-
nieder lag stärckte ihn Gott durch Jesaia 58, sonderl.
vers 9. Denn wirst du rufen p. Ehe er noch kranck wur-
de, erquickte ihn Gott durch die feine Fassung welche er
bey dem sterbenden Chirurgo bemerckte: der auch un
ter dem Gebet des Seligen verschieden, nachdem er
vorher die ihm vorgelesenen Verse aus dem Liede: Mein
Gott das Hertz ich bringe dir p. So denn nun auch mein
Jesu Christ tauch mich tief in dein Blut p einige male wie-
derholet: Dieses ermunterte ihn zu flehen, daß der HErr
auch ihn recht zu bereiten wolle. Zween Tage darauf
wurde er kranck: Er wendete sich daher so gleich zum
Vater-Hertzen Gottes: und seufzete inniglich, daß Gott
ihn in Christo begnadigen und selig machen wolle.
Die Kranckheit griff ihn sehr an: Hitze und ein be-
ständiger conatus zum Brechen, befand sich bey ihm.
Er muste unter Menschen sein eigner Doctor seyn.
Daher nahm er die medicin nach Anrufung Gottes, so
gut er wuste, und blieb übrigens bis auf den 28ten
November auf seinem Bette geduldig und stille u. seuf
zete ohn Unterlas, sonderlich die Nacht vom 27ten auf
den 28ten hat er wie sein Diener bezeuget ernstlich
gebetet, wozu er sich ermannet und auf die Knie auf
dem Bette selbst geleget u. so gar nachdrücklich wie
für sich so auch für andere auch für die Heiden da-
selbst gebetet. Endlich hat er des Sontags als am
1sten Advent des Morgens frühe um 4 Uhr seinen
erlöseten Geist in die Hände des Vaters durch Chri-
stum völlig überlieferte: nachdem er sein Leben
gebracht auf 30 Jahr 1 Monat und einige Tage
Er ist darauf unter grossem Leid Wesen und manchen
Trähnen der Christen beerdiget worden. Ja die Hei-
den, welche nachgehends gekommen, und nach ihm gefrag-
Bey welcher Unterredung er sehr bewegt war und
hertzlich seufzete, daß ihm der HErr Weisheit mit
ihnen recht umzugehen geben wolte. Da der Tod
einen nach dem andern wegrafte und fast alles dar-
nieder lag stärckte ihn Gott durch Jesaia 58, sonderl.
vers 9. Denn wirst du rufen p. Ehe er noch kranck wur-
de, erquickte ihn Gott durch die feine Fassung welche er
bey dem sterbenden Chirurgo bemerckte: der auch un
ter dem Gebet des Seligen verschieden, nachdem er
vorher die ihm vorgelesenen Verse aus dem Liede: Mein
Gott das Hertz ich bringe dir p. So denn nun auch mein
Jesu Christ tauch mich tief in dein Blut p einige male wie-
derholet: Dieses ermunterte ihn zu flehen, daß der HErr
auch ihn recht zu bereiten wolle. Zween Tage darauf
wurde er kranck: Er wendete sich daher so gleich zum
Vater-Hertzen Gottes: und seufzete inniglich, daß Gott
ihn in Christo begnadigen und selig machen wolle.
Die Kranckheit griff ihn sehr an: Hitze und ein be-
ständiger conatus zum Brechen, befand sich bey ihm.
Er muste unter Menschen sein eigner Doctor seyn.
Daher nahm er die medicin nach Anrufung Gottes, so
gut er wuste, und blieb übrigens bis auf den 28ten
November auf seinem Bette geduldig und stille u. seuf
zete ohn Unterlas, sonderlich die Nacht vom 27ten auf
den 28ten hat er wie sein Diener bezeuget ernstlich
gebetet, wozu er sich ermannet und auf die Knie auf
dem Bette selbst geleget u. so gar nachdrücklich wie
für sich so auch für andere auch für die Heiden da-
selbst gebetet. Endlich hat er des Sontags als am
1sten Advent des Morgens frühe um 4 Uhr seinen
erlöseten Geist in die Hände des Vaters durch Chri-
stum völlig überlieferte: nachdem er sein Leben
gebracht auf 30 Jahr 1 Monat und einige Tage
Er ist darauf unter grossem Leid Wesen und manchen
Trähnen der Christen beerdiget worden. Ja die Hei-
den, welche nachgehends gekommen, und nach ihm gefrag-