mehr, daß sie mich nicht umstossen, du kansts massen
daß mirs nicht bring Gefahr: ich weis du wirsts nicht
lassen. Trösten Sie sich meine Brüder wie ich mich selb
sten thue per Spiritum Sanctum mit diesen Worten.
2. Herr Missionarius Hüttemann loco et dato eodem schreibet also:
Mit was für einer Bestürtzung ich die Nachricht von dem
Absterben unsers liebgewesenen Bruders, des seligen HErrn
Poltzenhagens diesen Mittag aus dem Munde des Boten ge-
höret und nachher aus dem Briefe des theuren HErrn Kohl-
hoffs gelesen kann ich kaum mit Worten ausdrücken
Das war ein Schlag, der tief ging und das innerste
rührete. Ach! unser Werck! Das eines so redlichen treu-
en Mit Arbeiters beraubet worden. Diesen seligen
Bruder, den ich noch in der Lateinischen Schule des Way-
sen Hauses gekannt, mit dem in dem Academischen
periodo vertraut umgegangen, der Mein Special-
College auf der Ersten Waysen-Classe gewesen, mit
dem nach Copenhagen, nach London und endlich hieher
gereiset: diesem lieben Bruder habe ein kleines
Denckmal der Einfalt aufsetzen wollen, welches hiermit
übersende. Das Gedächtnis dieses Gerechten, müsse unter
uns im Segen seyn. HErr lehre uns, die wir noch
in Mesech wohnen, daß wir sterben müssen, auf daß
wir recht klug werden. Auf die andern Puncte des
Geliebten Bruders finde jetzo nichts zu antworten. Mein
Gemüt ist auch bey diesem einen punct gar zu sehr an
gegriffen. Wecke uns recht auf. Ach Gott! ich bitt durch
Christi Blut machs nur mit meinem Ende gut.
daß mirs nicht bring Gefahr: ich weis du wirsts nicht
lassen. Trösten Sie sich meine Brüder wie ich mich selb
sten thue per Spiritum Sanctum mit diesen Worten.
2. Herr Missionarius Hüttemann loco et dato eodem schreibet also:
Mit was für einer Bestürtzung ich die Nachricht von dem
Absterben unsers liebgewesenen Bruders, des seligen HErrn
Poltzenhagens diesen Mittag aus dem Munde des Boten ge-
höret und nachher aus dem Briefe des theuren HErrn Kohl-
hoffs gelesen kann ich kaum mit Worten ausdrücken
Das war ein Schlag, der tief ging und das innerste
rührete. Ach! unser Werck! Das eines so redlichen treu-
en Mit Arbeiters beraubet worden. Diesen seligen
Bruder, den ich noch in der Lateinischen Schule des Way-
sen Hauses gekannt, mit dem in dem Academischen
periodo vertraut umgegangen, der Mein Special-
College auf der Ersten Waysen-Classe gewesen, mit
dem nach Copenhagen, nach London und endlich hieher
gereiset: diesem lieben Bruder habe ein kleines
Denckmal der Einfalt aufsetzen wollen, welches hiermit
übersende. Das Gedächtnis dieses Gerechten, müsse unter
uns im Segen seyn. HErr lehre uns, die wir noch
in Mesech wohnen, daß wir sterben müssen, auf daß
wir recht klug werden. Auf die andern Puncte des
Geliebten Bruders finde jetzo nichts zu antworten. Mein
Gemüt ist auch bey diesem einen punct gar zu sehr an
gegriffen. Wecke uns recht auf. Ach Gott! ich bitt durch
Christi Blut machs nur mit meinem Ende gut.
Schmertzlicher brüderlicher Nachruf
bey der unvermutet erhaltenen Nachricht
So bist du dennMein Bruder Mein Jonathan
schon in die Heimat abgerufen worden?
Nachdem du 6 Jahr 4 Monat und 11 Tage
in dem verfinsterten Indien
gegen das Heerlager des Satans