Streitt gehet da fir, daß ich manigsmall sehr Be-
tribte gedancken habe, wie es werde endlich ablauffen
aber Gott sey danck, der mir noch imer sig erhält,
durch sein Krafft.//13.// zum allerbesten ist mir zu muth,
wen ich in einem einsamen Sillen orth zu meinen
Gott Betten, und mit im ein Gespräch anstellen kan
auf solche weise wird mir offt eine lange Zeit Kurtz
aber daß nicht alezeit, zum allerwenigsten kan ich
daß erzellen oder schreiben, wie mir zu muth ist, wen
ich Gottes Wortt betrachte, Bette, oder sunst in den
Andencken meines Gottes Begriffen Bin, waß für Krafft
freid, susigkeit, Bewegung ich in meinen hertzen Em-
pfinde: Woll aber auch, waß fir Schwachheit, Ohn-
macht, Krafftlosigkeit: mattgikeit, Bangigkeit, offt
fir get absunderlich, waß für seifftzen, daß mir daß
Hertz wehe thut, ich bedencke daß offt, wie ich Kranck
gelegen bin, ich auch grosse schmertzen erliden habe
mir aber daß Hertz niemalls so wehe gethan: alls
wie nun, Bey eisterlich gesunden Tagen, wen ich Be-
trachte, meinen und unser der meisten Jämmerlichen
ge-