unsers theuersten Vaters leiblichen Schwachheit unsere Hertzen
empfindlich gerühret und zum Seufzen und Gebet für Deroselben Er-
haltung beweget. Gleichwie es denn auch billig ist, daß wir an
Deroselben Leiden besondern hertzlichen Antheil nehmen, da
wir von Dero väterlichen Hertzen vieler Liebe und Liebes-
Gaben gantz unverdienter Weise sind theilhafftig worden.
Der HErr erhöre um Christi willen unser Gebet und schencke Dieselben
seinem Werck, sonderlich auch dem vor der Welt verachteten
EbenEzerschen Zion noch eine Weile.
Von unserer AmtsFührung etwas anzuführen, so arbeiten wir
in dem Namen des HErrn so fort, wie bey Leb-Zeiten unsers seligen
Herrn Collegen geschehen, und mercken, daß unsere Arbeit in dem HErrn
nicht gantz vergeblich ist bey unsern Zuhörern, doch sehen wir nicht eine
solche Frucht, als wir wünschten; indem uns manche mit ihrer Gleich-
stellung der Welt Kummer und Betrübniß machen, wie es denn
die Unart der Menschen pfleget zu seyn, daß sie in frembden Ländern
eher die bösen Sitten der Einwohner, als das Gute, so auch da ist,
annehmen. Es fehlet auch nicht gantz an solchen, die über ihre eigene
Gerechtigkeit steif und vest halten und an ihren äuserlichen Gottesdienst-
lichen Uebungen ohne wahre Hertzens Aenderung blindlings hangen.
Nach solchem Unterscheid unserer Zuhörer richten wir uns so wol in
dem öffentlichen Vortrage des Wortes Gottes als auch in dem privat-
Umgange mit unsern Zuhörern.
Wir bemercken auch, daß unsere liebe Zuhörer ein gutes Vertrauen
zu uns haben und überzeuget sind, daß wir es gut mit ihnen meinen.
Wir haben aber solches der Treue Gottes zuzuschreiben, als der nicht
unterläßt unsere eigene Hertzen auf mancherley Weise zu erwecken,
so wol unsere Seelen gehörige Sorge zu tragen, als auch für die,
empfindlich gerühret und zum Seufzen und Gebet für Deroselben Er-
haltung beweget. Gleichwie es denn auch billig ist, daß wir an
Deroselben Leiden besondern hertzlichen Antheil nehmen, da
wir von Dero väterlichen Hertzen vieler Liebe und Liebes-
Gaben gantz unverdienter Weise sind theilhafftig worden.
Der HErr erhöre um Christi willen unser Gebet und schencke Dieselben
seinem Werck, sonderlich auch dem vor der Welt verachteten
EbenEzerschen Zion noch eine Weile.
Von unserer AmtsFührung etwas anzuführen, so arbeiten wir
in dem Namen des HErrn so fort, wie bey Leb-Zeiten unsers seligen
Herrn Collegen geschehen, und mercken, daß unsere Arbeit in dem HErrn
nicht gantz vergeblich ist bey unsern Zuhörern, doch sehen wir nicht eine
solche Frucht, als wir wünschten; indem uns manche mit ihrer Gleich-
stellung der Welt Kummer und Betrübniß machen, wie es denn
die Unart der Menschen pfleget zu seyn, daß sie in frembden Ländern
eher die bösen Sitten der Einwohner, als das Gute, so auch da ist,
annehmen. Es fehlet auch nicht gantz an solchen, die über ihre eigene
Gerechtigkeit steif und vest halten und an ihren äuserlichen Gottesdienst-
lichen Uebungen ohne wahre Hertzens Aenderung blindlings hangen.
Nach solchem Unterscheid unserer Zuhörer richten wir uns so wol in
dem öffentlichen Vortrage des Wortes Gottes als auch in dem privat-
Umgange mit unsern Zuhörern.
Wir bemercken auch, daß unsere liebe Zuhörer ein gutes Vertrauen
zu uns haben und überzeuget sind, daß wir es gut mit ihnen meinen.
Wir haben aber solches der Treue Gottes zuzuschreiben, als der nicht
unterläßt unsere eigene Hertzen auf mancherley Weise zu erwecken,
so wol unsere Seelen gehörige Sorge zu tragen, als auch für die,