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den 4ten Aug. 1753.
AnHerrn Lemcke zu Wohlehrwürdiger,
Ebenezer. in dem HErrn hertzlich geliebter Bruder,
 
 
Euer Wohlerwürdigen angenehmes vom 13. Dec. 1752.
habe ich vor einiger Zeit richtig bekommen,
und daraus mit Vergnügen ersehen, daß
Ihre Arbeit an dem Wercke des HErrn noch
im Segen und in immer hertzlicher und inni-
ger Verbindung mit dem Werthen Herrn
Pastor Boltzius in voriger Ordnung fortgehe,
ob sich dieselbe gleich vermehret habe, weil
Ihre liebe Gemeine zugenommen. Der HErr
stärcke und Sie und gebe Ihnen dazu auch
immer mehr Krafft und Gnade.
Ich bedaure aber hertzlich, daß Ihre wer-
the Frau Liebste auch schwächlich wird und
mit vielen Flüssen incommodiret ist. Wenn
Ihr die catarrhal-Pillen bey ihren Umständen
dienlich sind; so will ich gerne damit dienen,
und Sie mit so vielem Vorrath davon
versehen, als sie nöthig haben wird, wie
denn in dem nächst abgehenden Kasten
eine quantität davon übersendet wer-
den soll.
Weil nun nach den neuern Nachrichten
der Herr Rabenhorst in Ebenezer selbst ge-
blieben, derselbe auch mit dem werthen Herrn
Pastor Boltzio und Ihnen in hertzlicher Verbin-
dung stehet; so wird derselbe auch Ihnen zur
Erleichterung gereichen und ich zweifele
gar nicht, daß er dem Wercke Gottes
unter Ihnen besonders nützlich seyn werde.
Mit nächstem hoffe weitläuftiger zu
schreiben, indessen empfehle Sie mit den
lieben Ihrigen der Gnade und Schutz des
HErrn, der ich alstets verharre
E[uer]