welche uns anvertrauet sind. Wir wünschen und trachten darnach in der wahren
Brünstigkeit des Geistes unter unsern Zuhörern zu wandeln und unsere Amts-
Geschäffte zu verrichten, indem uns der freundliche Gott hat einsehen gelehrt,
daß wenn es bey den Lehrern todt aussiehet, es bey den Zuhörern nicht pfleget
beßer zu stehen. Unsere Pflicht stehet disfals deutlich 2 Tim. 1,6. Er-
wecke die Gabe Gottes, die in dir ist. Euer Hochwürden Predigt von der
Brünstigkeit im Geist suchen wir um deswillen mehrmalen hervor, uns
durch Lesung derselben zu erwecken. Gleich wie es denn auch an andern
zu gleichen Zweck abzielende Bücher und Tractätlein durch Gottes
gütige Vorsorge unter unsern Bücher-Vorrath nicht mangelt, aus
welchen wir durch die Mitwirckung des Heiligen Geistes manchen Unterricht,
Erweckung und Erbauung nehmen.
Dieses wenige von der Hauptsache in unserer Amtsführung, muß dieses-
mal gnug seyn.
Was aber die äuserliche Eintheilung unserer Arbeit betrifft, so wird noch
alle 14 Tage der öffentliche GottesDienst in der Zions-Kirche von Raben-
horst gehalten, gleichwie auch die Wochen-Predigten und der Unterricht
der größern Kinder auf den Plantationen an dem Mühl-Fluß in
der Christlichen Lehre von ihm besorget wird. In Savannah aber
ist er ietzo frey, weil die teutschen Leute unserer Confession daselbst
einen eigenen Prediger angenommen haben, der vorher einigen Teutschen
in Carolina als Prediger gedienet, von welchem man weiters nichts
melden kan. Also hat Rabenhorst ordentlicher Weise auswärts
keine mehr zu bedienen, als die Leute in Gosen, und kan desto öffterer
in EbenEzer eine Arbeit über sich nehmen, so bisher mehrmal die Noth
erfordert, da Lemcke offtmal mit Unpäßlichkeit befallen worden.
In Bethanien aber kan auser den Wochen Predigten selten des Sonn-
tages Kirche gehalten werden, sondern die Leute müßen sich gefallen