ein sehr gutes schrifftliches Zeugnis
mitgegeben, u. insonderheit darinn
gar nachdrücklich gesetzet, welche
gute Hoffnung er von Ihm habe,
daß Er ein nützliches Werck–Zeug
der Kirchen werden würde, daß Er
sich damit am leichtesten hätte ver-
antworten können. Aber es mochte
sich bald nach Seinem Abzuge eine
große Verbitterung gezeiget ha-
ben, die den Herrn Dr Rechenberg
bewogen, an Ihn nach Lübeck zu
schreiben, daß Er nur noch mit sol-
chem seinem Ihm ertheilten Zeug-
nis an sich halten möchte.
Es trat aber zu Lübeck ein an-
derer Prediger, Namens Meno Reich,
Pastor zu St Jacob ins Mittel,be-
rief Ihn, //da er vor seinem Hause fürüber
ginge, hinein// zu sich, u. redete Ihn mit
diesen Worten an: Ich sehe, daß un-
ser Herr Superintendens Christum
in Ihm als Seinem Gliede verfolget;
ich will Ihm eine Predigt auftra-
gen, welches er denn auch that, u. Ihm
eine Predigt auftrug über ein
Stück //von// der Passions-Historie
zu halten. Als dieses nun gesche-
hen, hatte sich der Herr Dr Pfeiffer
in conventu Ministerii darüber
beschweret, da sich aber zugleich Herr