Ich fand aber dabey meinen Zustand
so verstrickt, und war mit so man-
cherley Hindernissen und Abhaltungen
von der Welt umgeben, daß es
mir gienge als einem der in einem
tieffen Schlamm stecket, und etwa
einen Arm herfürstrecket, aber die
Krafft nicht findet, sich gar loß zu reissen
oder wie einem der mit Banden und
Fesseln an Händen und Füssen und
am gantzen Leibe gebunden ist, und ei-
nen Strick zerreisset, aber sich hertz-
lich sehnet, daß er von den andern
auch möchte befreyet werden. Gott
aber der getreue und warhafftige kam
mir mit seiner Gnade allezeit zu
vor, und bereitete mir gleichsam
den Weg ihm von Tage zu Tage
gefälliger zu leben. Er hube bald
durch seine starcke Hand die schwersten
äusserlichen Hinderungen, daß ich deren
auch ohne Vermuthen entladen wurde,
und weil er zugleich mein Hertz än-
derte, ergriff ich mit Begierde alle
Gelegenheit ihm eiffriger zu dienen.
In solchem Zustande war ich gleichsam
in der Demmerung, und //als// hätte //ich// gleichsam
einen Flor für den Augen. Ich hatte gleichsam
einen Fuß auff die Schwelle des Tem-