Vorfahr den seel. Joh. Arnd. ab-
gesetzet, das wahre Christenthum
deßelben zum Hochzeit-Geschenck
gegeben habe, welches sie denn
auch läse. Sonst hatte die Fürstin
diesen morgen mich durch den Laquai-
en ersuchen laßen, heute nachmit-
tag um 4 Uhr, //eine Bethstunde,// u. zwar über die
Nachmittag wird eine Bethstunde
gehalten über -
gestrige Epistel, Philipp. 3, 12 p
zu halten. Nach 3 Uhr ward ich
zu dem Ende zu ihr geruffen, da
der Medicus, D. Berger, die bey-
den Fräulein Oeppen, die Fräulein v.
Denstät, u. die Fräulein Zähmen
mit zugegen waren, u. ward da
vorlaüfig einiges gesprochen;
indeßen wurden alle, die zum
Hofe gehöreten, in das Tafel-
Zimmer geruffen, u. als angesagt ,
ward, daß sie beysammen wären,
gieng die Fürstin mit denen
Fräuleins auch dahin, u. die Prin-
tzeßin fand sich auch ein. Es
wurde angefangen mit dem
Liede: Mir nach, spricht Christus p
Hierauf verrichtete ich ein Ge-
beth, verlas gedachten Text,
in deßen Abhandlung ich bey