Nr. 8 AM. Francke an Ph.J. Spcncr 21. 8. 1690
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sich ändere und im guten wachse. 21 Der Herr macht alles wol. Hiemit ergebe 25 meinen theuresten Vater der hand des Herrn und verharre Meines theuresten Vaters Gehorsamer Sohn
M. Aug[ust] Hermannus Francke. S. Aug[ustinij Diac[onusJ Mppria Erff[urt] den 21. Aug. 1690.
Dem hochwürdigen Großachtbaren und hochgelahrten Herrn, Herrn 30 Philipp Jacob Spenern der h. Sch[rifft] D. und I. Churflirstlichen Durchlaucht zu Sachsen hochverordneten Oberhoff=prediger, beicht=vater, und Kirchen=Rath In Dreßden.
21 Thomasius hatte am 23.10.1689 ein „Rechtliches Bedencken" zu den Leipziger Vorgängen um Francke verfaßt (Francke, Streitschriften, 72—81). Trotz der anfanglichen Affinität zu Francke und Spener traten die gegenseitigen Vorbehalte im Laufe der Jahre immer mehr zutage, bis es etwa 1699 zum offenen Bruch kam (Leube, 195-201; R. Lieberwirth, Chr. Thomasius und A. H. Francke in ihrem Verhältnis zum brandenburgisch-preußischen Staat, in: August Hermann Francke. Festreden und Kolloquium über den Bildungs- und Erziehungsgedanken bei August Hermann Francke aus Anlaß der 300. Wiederkehr seines Geburtstages. 22. März 1963, Leipzig 1964 [Hallesche Universitätsreden NF 6], 74-78; Hinrichs, 352-387; Gierl, 418-574, v.a. 455ff. 484).