Nr. 12 A.H. Francke an Ph.J. Spam 7. 8. 1691

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selbst und nun auch Herr Elers schrifftlich bezeuget. 28 Ihr Schreiben habe ich der Fürstin zu Arnstadt] 29 communiciret, bey der die hoffnung auch noch 65 nicht verloschen.

Wenn die bäume jetzt außschlagen, so mercket daß der Sommer nahe ist. 30 Gott gebe meinem the[uresten] Vater Seegen, Gnade, Krafft, Sieg und herr- ligkeit. Ich [grüße] dessen gantzes hauß im Herrn. Es grüßet insonderheit der [studiojsus Meißner 51 , der zunimmet in dem Herrn, der mir beygehenden 70 bogen gereichet. 32

Hiemit erlasse denselben der hand Gottes verharrend

Meines theuresten Vaters Gehorsamer Sohn

M. Augfust] Hermann Francke.

ErfLTurt] den 7. Aug. 1691. 75 Tit[ul]:

Herrn Herrn Philipp Jacob Spenern S. Th[eologiae] D. Churfürstlich Bran­denburgischen Consistorial Rath und Inspectori pp. In Berlin

68 thefuresten]: cj (Papierausriß). 69 [grüße]: cj (Papierausriß). 70 [studiojsus: cj (Papier­ausriß).

28 Nicht ermittelt.

29 Wohl Auguste Dorothea von Schwarzburg-Sondershausen in Arnstadt (s. Brief Nr. 7, Anm. 43).

30 Mk 13,28 par.

31 Georg Andreas Meißner, geb. in Schönebeck/Elbe; 1686 Studium in Leipzig (im September 1689 vor dem Konzil der Professoren vernommen) und 1690 in Erfurt; dann Konrektor in Calbe, danach in Harzburg (Matrikel Leipzig, 284; Matrikel Erfurt, Heft 10, 36; Francke, Streitschriften, 25-48. 401 [Personenregister]; Kramer, Beiträge, 101).

32 Es können die Bittschrift der Erfurter Studenten (s. Anm. 19) oder die Erfurter Gegen­schrift zu Sagittarius' Thesen (s. Anm. 18) gemeint sein. Georg Andreas Meißner ist in beiden Listen verzeichnet.