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Nr. /7 Ph.J. Spener ah A.H. Francke 19.1.1692

Herr Winckler 37 aber so auch dawider etwas hätte trucken laßen, solle es 50 wider underlaßen haben. 38 Ich sorge aber noch hefftigere motus, doch wird Gott was von ihm ist auß zu fuhren so wißen alß vermögen.

Herrn Köpke 39 de Psalterio übersende hiebey. 4 " Der Herr gebe zu vor­habenden lectionibus 41 , geist, weißheit u. segen, wie wir zu ihm hoffen. In deßen treue obhut u. gnade hertzlich empfehlende verbleibe schließlich 55 Meines wehrtgeliebten Bruders zu gebet und liebe williger Ph[ilipp] Jfacob] Spener D. Mppria

Berlin den 19. Jan. 1692.

Herrn D. Breithaupt, Herrn D. Thomasium 42 u. Herrn M. Wiegeleben grüße ich freundlich.

60 Es war einmal im durchreisen auß Pommern alhier eine Jungfer Wolffin 43 bey mir, so eines raths 44 (wo mir recht ist) tochter in Halle ist: gefiel mir ihre rede sonderlich wol.

Herrn Herrn M. August Hermann Francke beruffenen profTessori] Graecae 65 und Orient[alium] Lingfuarum] publico, auch pastjori] zu Glauche vor Halle.

Halle

Francö

49 /aber/. 49 etwas ] -D. 49 laßen, ] + (habe).

Friedrich Mayer [16501712]. Fromme Orthodoxie und Gelehrsamkeit im Luthertum, in: ders., Korrespondierender Pietismus. Ausgewählte Beiträge, hg. W. Sommhk u. G.Ph. Wolf, Leipzig 2003, 303-336).

36 J.F. Mayer, Bruefung des Geistes/ So sich durch ein Adeliches Fraeulein itzo ofFenbahren soll. Bey Erklaerung des oefFentlichen Sonntags=Evangelii/ Dom. IV. Adventus Joh. I. In ofFent- licher heiliger Versandung der Kirchen GOttes zu St. Jacobi vorgestellet, Hamburg 1692.

37 Johann Winckler (s. BrieF Nr. 7, Anm. 5).

38 J. Winckler, SchrifFtmaessiges wohlgemeintes Bedencken ueber das Send^Schreiben an einige Theologos, BetrefFend die Frage: Ob Gott nach der AufFahrt Christi nicht mehr heutiges Tages durch Goettliche Erscheinung den Menschen=Kindern sich ofFenbahren wolle? Sampt einer erzehlten Specie Facti, von einer Adelichen Jungfer [...], Hamburg 1692. Die Schrift bezieht sich auf das im Titel zitierte Sendschreiben Petersens von 1691 (vgl. Matthias, 383f u. Brief Nr. 38, Anm. 45).

39 Balthasar Köpke (s. Brief Nr. 16, Anm. 42).

40 S. Brief Nr. 16, Z. 79-81.

41 S. Brief Nr. 16, Z. 55f und Anm. 18.

42 Christian Thomasius (s. Brief Nr. 8, Anm. 20).

43 Es handelt sich um Sophia Tranquilla oder Christiane Sophie WolfF aus Halle. Sophia Tranquilla (gest. 29.4.1697) heiratete 1696 den Pfarrer Johann Heinrich Schröder (s. Brief Nr. 21, Anm. 16) in Meseberg; Christiane Sophie trat 1693 in ein Damenstift in Stendal (?) ein und heiratete 1698 den Diakon Ernst Otto (gest. 1723) in Kalbe/Milde (Witt, 40, 62; Auskunft Pfarrerkartei der KPS). Der Vergleich mit Angaben im Brief Franckes vom 25.10. (Brief Nr. 55, Z. 46-50) und Speners vom 8.11.1692 (Brief Nr. 57, Z. 37-39) ergibt, daß es sich vermutlich um Sophia Tranquilla handelt.

44 Joachim WolfF, Konsistorialrat (Dreyhaupt 2, 66; Auskunft Pfarrerkartei der KPS).