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Nr. 18 PhJ. Spener an A.H. Francke 26.1.1692
aber sind bereits dimittiret. Gott wird auch solches endlich so endigen, das wir seine güte und weißheit zu preisen ursach haben werden. Ob Herrn D. Meyers 24 harte predigt 23 bey ihnen gesehen worden seye, weiß ich nicht: es solte aber vielleicht dieselbe so schwehr nicht zu widerlegen sein. Dieses mal will die zeit nicht mehr zugeben, alß das nechst hertzlichen grußes an Herrn D. Breithaupten, Herrn D. Thomasium 26 Herrn M. Wiegeleben, wie auch die noch sonsten unbekante gute freunde, so meinem S. Sohn assistiret, göttlicher gnade treulich erlaßende verbleibe
Meines wehrten Bruders zu gebet und liebe williger
Phhlipp] J[acob] Spener D. Mppria
Berlin den 26. Jan. 1692
Wofern unser Philipp Reinhardt 27 , wie wir gehört, das er auch nicht gar wol wäre, sollte nach Gottes willen gleichfals kranck werden, empfehlen wir ihn auch treuer freunde Vorsorge, und ersetzen danckbarlich alles angewandte. So er aber gesund, bitten wir ihn zu fleißlicher anwendung der zeit anzutreiben.
24 Johann Friedrich Mayer (s. Brief Nr. 17, Anm. 35).
25 S. Brief Nr. 17, Anm. 36.
2f ' Christian Thomasius (s. Brief Nr. 8, Anm. 20).
27 Philipp Reinhard Spener (1673—1732), Apothekerlehre in Leipzig und Anstellung in Halle, 1692 Apothekerlehre in Frankfurt, später in Stuttgart und Nürnberg; 1696 Krämer, dann Apotheker in Berlin-Friedrichswerder (Grünberg 1, 379. 532 [Berichtigungen und Zusätze]; Bed. 3, 80; 4, 558-563; Harraeus, 41; Mack, Pädagogik, 77-79 [hier falsche Angabe des Geburtsjahres: 1671]; vgl. Briefe Nr. 20, Z. 33f und Nr. 74, Z. 20-24).