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Nr. 33 Ph.J. Später an A.H. Francke 23. 7. 1692

ich freundlich. Wie bezeuget sich der Ungar Kleschius 30 ? In dem vernehme, das Herr v. Meinders 31 widergekommen.

30 Daniel Klesch (22.2.1624 [oder 3.1.1619]-1697), geb. in Iglau (Iglö) in Oberungarn; nach dem Studium an verschiedenen deutschen Universitäten 1649 Magister in Wittenberg; 1653 Kon­rektor in Ödenburg (Sopron) in Ungarn, 1659 Prediger der deutschen lutherischen Gemeinde in Güns (Köszeg), 1660 Rektor der lutherischen Kirche in St. Georgen; 1663 im Türkenkrieg Flucht aus Ungarn, 1667 Pfarrer in Wallendorf (Szepesolaszi); 1673 im Zuge der Protestanten­verfolgungen inhaftiert, 1774 nach Deutschland emigriert; 1676 Rektor der Ratsschule in Jena, 1682 Prof. am Gymnasium in Weißenfels, 1683 Superintendent in Heldrungen; ab 1690 nach Amtsenthebung wegen seiner heterodoxen Apokalypse-Auslegung Reisen durch Europa; 1693 Immatrikulation in Halle, wo er 1694 eine Oration für die neugegründete Universität verfaßte; zuletzt Aufenthalt in Berlin (DBA 661, 286-291. 295-302; Jöcher 2, 2115. EB 3, 490-493; DBE 5, 590; Matrikel Halle, 82; Pfarrerbuch Erfurt, 115; Auskunft Pfarrerkartei der KPS; K.E Otto: Daniel Klesch und die Deutschgesinneten, in: Brückenschläge. Eine barocke Festgabe für Ferdi­nand van Ingen, hg. M. Bircher u. G. v. Gemert, Amsterdam, Adanta, GA 1995 [Chloe, 23], 233-243; Bibliographia Kleschiana. The Writings of a Baroque Family, hg. K.E Otto u. J.P. Clark, Columbia 1996).

31 S. Anm. 2.