Nr. 37 Ph.J. Spater an A.H. Frauke 2. 8. 1692

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Das Lateinische 32 hat sollen alß ein appendix an des Herrn Wiegeleben 33 seins 34 kommen: Ist aber dieses letstere noch nicht fertig: und solle noch erst folgen. Die zeit leidet nicht mehr, alß daß göttlicher gnade und treuen obhut hertzlich empfehlende verbleibe

Meines geliebten Bruders zu gebet u. liebe williger

Ph[ilipp] JfacobJ Spener D. Mppria

Berlin den 2. Aug. 1692

Die Fürstin von Darmstatt 35 kan nicht genug ihr vergnügen über Herrn D. Bilefeld 36 sonderlich wegen seiner demuth bezeugen.

Bitte inlage 37 samt den 10 thalern sobald meiner tochter 38 zuzusenden.

32 Möglicherweise ist der lateinische Text der Imago Pietismi (s. Brief Nr. 15, Anm. 13) gemeint.

33 Johann Hieronymus Wiegleb (s. Brief Nr. 8, Anm. 15).

34 Vermutlich handelt es sich um Wieglebs Widerlegung der Imago Pietismi, deren Veröffent­lichung in Frankfurt sich auch deshalb verzögert hatte, weil Schade das Manuskript verlegt hatte (s. Briefe Nr. 19, Z. 46 und Nr. 23, Z. 27-32). Ein entsprechender Druck ist nicht nachweisbar.

35 Elisabeth Dorothea, Landgräfin von Hessen-Darmstadt (s. Brief Nr. 30, Anm. 25).

36 Johann Christoph Bielefeld (s. Brief Nr. 30, Anm. 24).

37 Nicht ermittelt.

38 Susanna Katharina Rechenberg, geb. Spener (1665-1726), geb. in Straßburg; seit 1686 ver­heiratet mit Adam Rechenberg (s. Brief Nr. 1, Anm. 6) (Harraeus, 24).