Nr. 41 Ph.J. Später an A.H. Francke 13. 8. 1692
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oder etwas denuneiire, müße durch ein memoria! gleich geschehen, darmit mans produciren könne. Privatschreiben wären nicht genug. 35
Morgen frühe gehet der gelfiebte] Herr Meyer von Wolffenbüttel 22 auff der post nach Stettin: grüßet auch hertzlich: Seine gegenwart war mir sehr angenehm. Der auffsatz von gesetz und Evangelio 23 muß erst künfFtige post schicken, wie mir dann jetzt viel weiter zuschreiben nicht müglich ist: Deswegen auch Herrn Zimmerman 24 jetzt allein grüßen laße, und nechstmal erst zu 4» antworten suchen werde. 25 Hiemit dem Herrn treulich erlaßende verbleibe
Meines wehrtesten Bruders zu gebet und liebe williger
Ph[ilipp] Jfacob] Spener D. Mppria
Berlin den 13. Aug. 1692.
Herrn D. Breithaupten 26 grüße ich freundlich in dem Herrn, und bitte beide 45 dinstlich, wo ein studioso von Wittenberg zu ihnen kommt, nahmens Joh. Melchior Krafft von Wetzlar 27 , ihn mit liebe auffzunehmen: er ist mir von Herrn M. Rüdiger 28 Herrn D. Maji 29 getreuesten parastate recommendiret worden, und will bey ihnen studiren.
42 under/truckt werden/ : under(bleiben). 42 (zu gebet ...)-54 D 81: 280-281 ] -D.
22 Bartholomäus Meyer (s. Brief Nr. 7, Anm. 17). Vgl. Brief Nr. 163, Z. 33-36.
23 S. Briefe Nr. 37, Anm. 18 und Nr. 43, Anm. 1.
24 Wohl Conrad Zimmermann (s. Brief Nr. 20, Anm. 14).
23 Ein vorausgehendes Schreiben von Zimmermann an Spener ist nicht überliefert.
26 Joachim Justus Breithaupt (s. Brief Nr. 7, Anm. 36).
27 Johann Melchior Krafft (Pseudonym Krato) (11.6.1673-22.7.1751), geb. in Wetzlar; 1688 Besuch des Pädagogium illustre in Gießen, 1691 Studium in Wittenberg (1693 Magister), 1694 Studium bei Edzard in Hamburg, danach Hauslehrer in Barald und Altenwörden; 1695 Aufenthalt in Kiel, Hofmeister des Grafen Rantzau, 1697 Informator in Hamburg, Reisen nach Lübeck und Bremen; 1698 Pfarrer in Süderstapel, 1706 in Sandesneben, 1709 Archidiakon in Husum, 1712 Kirchen- und Schulinspektor sowie Pastor primarius ebd., 1736 zudem Konsistorialrat und Beisitzer des Konsistoriums in Gottorf (DBA 700, 131-161; 702, 342-344; ADB 17, 13-14; Jöcher 2, 2155f; EB 3, 781; Jakubowski-Tiessen, passim [Lit. S. 15, Anm. 15]). - Krafft trat in mehreren Schriften für den Pietismus ein.
28 Johann Bartholomäus Rüdiger (10.10.1660-3.7.1729), geb. in Grünberg/Hessen; 1677 Studium der Philos. und Theol. in Gießen (1683 Magister), 1682 Major der Stipendiatenanstalt; 1683 Lehrer am Paedagogium, 1691 zweiter Pfarrer in Wetzlar, 1697 o. Prof. der Logik und Metaphysik in Gießen, 1697 o. Prof. phil. und zweiter Burgprediger; 1707 Dr. und o. Prof. theol., 1720 zudem Marburger Superintendent des Darmstädtischen Gebietes, Konsistorialassessor und Ephorus der Stipendiatenanstalt (DBA 1064, 325-332; Jöcher 3, 2294; Diehl, Hassia Sacra 2, 111-112).
29 Johann Heinrich May (Majus) der Ältere (5.2.1653-3.9.1719), geb. in Pforzheim; ab 1671 Studium in Wittenberg, Kopenhagen, Helmstedt, Leipzig und Straßburg sowie bei Esdras Edzard in Hamburg, Mitarbeiter Hiob Ludolfs in Frankfurt; Hofprediger des Pfalzgrafen Leopold Ludwig von Veldenz; 1684 Pfarrer und Prof. der hebräischen Sprache in Durlach, 1688 Prof. der orientalischen Sprachen und ao. Prof. theol. und Hofprediger in Gießen; 1690 Dr. und o. Prof. theol., Superintendent der Alsfelder und Gießener Diözesen, Konsistorialassessor und Ephorus der Stipendiatenanstalt in Gießen (DBA 798, 102-120; 816, 370-406; ADB 20, 123;