Nr. 44 A.H. Francke an Ph.J. Spener 20. 8. 1692

179

Der Herr von Seckendorf^ hat Herrn Probst Lüdecken 38 , als einen geistlichen mit zum Commissario vorgeschlagen, welches Herrn D. Breithaupten und mir gar nicht ein will.

Dem Hochwurdigen, in Gott andächtigen, und hochgelahrten Herrn, Herrn Philipp Jacob Spenern der H. SchrifFt D. Churfiirstlich brandenburgischer 75 Consistorial Rath und Probsten

In Berlin.

Francö.

38 Franz Julius Lütkens (21.10.1650-12.8.1712), geb. in Dellin im Lauenburgischen; 1668 Studium in Wittenberg, 1674 Hofmeister in Bullingen und Bekanntschaft mit Caspar Hermann Sandhagen in Lüneburg; 1676 Rektor der saldrischen Schule in Brandenburg; 1679 Diakon an St. Catharinen in Magdeburg, 1684 Pfarrer an St. Johannes und Propst in Stargard/Hinter- pommern, seit 1686 zugleich kurfürstlicher Rat und Konsistorialassessor; 1687 Propst an St. Petri, Konsistorialrat und Superintendent in Cölln, 1704 Hofprediger, Konsistorialrat und Prof. theol. in Kopenhagen (DBA 789, 149-158; ADB 19, 700; Jöcher 2, 2594, EB 4, 134f; Pfarrerbuch Brandenburg 2/1, 524; Pfarrerbuch Pommern 1, 413). - Lütkens war ein wichtiger Förderer des Pietismus in Dänemark.

!