Nr. 45 Ph.J. Spencr an A.H. Fmtickc 20. 8. 1692
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mit gnädigster [bewillijgung. Ich habe auch sobald mit Schreyers 7 diener K geredet, das es stracks in deßen verlag y hier getruckt werden solte, und vor uns 200 exemplar pacisciret 10 , die [er] gleich eingegangen: sobald als das manuscript nur widerum zurückgegeben, wirds an dem truck nicht manglen, und ich an meinem fleiß auch nichts ermangeln laßen. 20
Den locum habe gefunden 11 T[omo] IX. Alt(enburgensi] 12 fjolio] 1136 b 13 . Dann die Tomos Witebergfenses] 14 habe ich selbs nicht. Mein Sohn 15 aber ist auff Herrn v. Schweinitz 16 gütern. Abgeschrieben konte das manuscript in der kurtzen zeit nicht werden 17 , weil es abends bekam, und morgens es über- liffern mußte 18 : Wir bekommen aber das original selbs widerum. Der Herr 25 rette in allem die Wahrheit und die Unschuld 19 seiner kinder. Dem armen Herrn Nicolai 20 wünsche doch erkentnus deßen was er thue, und wahre büß über seinen blinden eiffer. Sollte ihn Gott aber gar hinwegnehmen (so ich alßdann in gnaden zu geschehen wünschete) wäre es gewiß ein notabel ex- empel göttliches gerichts. 21 Den neulich zurückgelaßenen letzten [?] hal- 30 ben [?] bogen [?] 22 und [?] Herrn D. Bilefelds 23 Verantwortung 24 sende hiebey.
16 [bewillijgung: cj (Schrift verschmiert). 18 [er]: cj (Schrift verschmiert). 18 /das manuscript/ : (es). 20 /auch/.
7 Jeremias Schrey I., 1700-1713 Herausgeber und Verleger in Frankfurt/Oder (Paisey, 235), zuvor in Cölln/Spree (s. Anm. 9). H Nicht ermittelt.
9 Verlag Jeremias Schrey und Heinrich Johann Meyers Erben. 1(1 Lat. ausbedungen.
'' Der der Entdeckung der Bosheit (s. Anm. 4) beigefügte Extrakt aus Luthers Genesisvorlesung (s. Brief Nr. 42, Z. 34f und Anm. 22).
12 Der Neundte Teil aller Deutschen Bücher und Schrifften des theuren/ seeligen Mannes Gottes/ Doct. Martini Lutheri/ Nemlich die herrliche Außlegung über das erste Buch Mosi/ [...] von Anfang des XI. Capitels/ biß zu Ende/ [...]. Aus denen Wittenbergischen/ Jehnisch- und Eißlebischen Tomis zusammen getragen, Altenburg 1663.
13 Tatsachlich beginnt auf S. 1136b des 9. Bandes der Altenburger Ausgabe die Auslegung von Gen 37,9. Der von Francke gesuchte Auszug findet sich aber auf S. 1140b-l 141a. Franckes auf die Altenburger Ausgabe bezogene Angabe lautet dann „Extract Aus dem 9. Tomo Lutheri fol. 1140.b." (Entdeckung der Bosheit, 16f).
M Wittenberger Lutherausgabe (s. Brief Nr. 42, Anm. 21).
15 Wilhelm Ludwig Spener (s. Brief Nr. 16, Anm. 7).
16 Georg Rudolf von Schweinitz (s. Brief Nr. 30, Anm. 5).
17 Vgl. Franckes entsprechende Bitte in Brief Nr. 42, Z. 8-13.
18 Spener hatte die endgültige Version der Entdeckung der Bosheit mit Franckes Brief vom 16.8. am 18.8. erhalten (s. Brief Nr. 42, Z. 2-5) und am 19.8. an von Meinders bzw. Schmettau weitergegeben (s. Z. 3—16).
19 Spener spielt hier auf seine 1692 edierte Schrift mit dem Titel „Sieg der Wahrheit und der Unschuld" (s. Brief Nr. 33, Anm. 24) an.
20 Christian Nicolai (s. Brief Nr. 34, Anm. 3).
21 Vgl. Franckes Bericht vom 16.8. über Nicolais Krankheit (s. Brief Nr. 42, Z. 23-26).
22 Vermudich ein halber Bogen von dem Aufsatz vom Gebrauch des Gesetzes und Evangelii (s. Brief Nr. 43, Z. 3f und Anm. 1).
23 Johann Christoph Bielefeld (s. Brief Nr. 30, Anm. 24).
24 Gemeint ist Bielefelds Verantwortung wegen des Vorwurfs vorehelichen Geschlechts-