Nr. 99 Ph.J. Später an AM. Francke 9. 3.1695
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haupten geschrieben 43 , daher es hier nicht wiederholen will, sondern er wol einige nachricht geben wird. Bitte nicht allein vor dem Herrn mit beten 100 ringen zuhelffen, sondern was mir zu wißen dienlich ist, auch zu berichten. Nun der allein rath in verworrenen handeln schaffen kan, seye auch hier selbs unser rath, hülff u. trost. Derne in seiner liebe vergnüglichen genuß in allen stücken mit gantzem hauß empfehlende verbleibe
Meines wehrtesten Br[uders] und Herrn zu gebet und liebe williger 105
Philipp Jacob Spener D. Mppria
Berlin den 9. Mart. 1695.
P.S. Wegen der Werbungen 44 habe durch Herrn Krfiegs] Commfissar] von Danckelmann 45 erhalten, das nochmal befehl an alle Werbungen ergangen keinen stud[enten] zu forciren, und wo solche weggenommen wären, sie 110 wider frey zu laßen. Weiter ist nichts zuerhalten, und connivirt man, weil sich kaum jemand mehr freywillig werben läßt, zu mancher injustiz, so aber wenig sieg u. segen bringt.
Herren Herren M. August Hermann Francken prof[essori] publfico] Graecae und Orient[alium] Linguarum zu Halle, und dasiger Vorstatt Glauche treu- 115 eyffrigem Pastori. Glauche.
102 /schaffen/ : <rathen(?)>. 107 9. ] 3.: D.
keit und durch die Verpflichtung Thomasius', künftig von der Erörterung theologischer Fragen Abstand zu nehmen, offenbar bis zum Juli 1695 eine vorläufige Eindämmung des Konfliktes (zum gesamten Abschnitt vgl. Gierl, 421. 447—452 u.ö.; zum Eingreifen der Berliner Regierung GStA PK HA I, Rep. 52, Nr. 160, N 1, Bl. 242-264: Beschwerden über Prof. Thomasius und das Verhalten der Professoren untereinander).
43 Nicht überliefert.
Rekrutierungen zum Militärdienst.
45 Daniel Ludolf von Danckelmann (s. Brief Nr. 82, Anm. 3).