Nr. 146 PhJ. Speneran A.H. Francke 30. 7. 1698
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Meines hochgeehrten Herrn Gev[attersj und gelfiebten] Bruders zu gebet und liebe williger
Philipp Jacob Spener D. Mppria
Berlin den 30. Julii 1698.
Neben dem lieben hauß bitte Herrn D. Breithaupten 11 u. Herrn L. Anton 12 hertzlich zu grüßen.
Es wird kürtzlich ein Studiosus von hier gebürtig, Fridrich Grunack 13 , der etliche jähr bey Herrn D. Wegnern 14 in Königsberg studiret, nach Halle kommen, den hiemit in antecessum recommendiren wollen: scheinet von gutem vorsatz zu sein.
Herren Herren August Hermann Francken Grjaecae] und orient[alium] Linguar[um] prof[essori] publico bey löblicher] univershtaet] zu Halle und treuen pastori der gemeinde zu Glauche.
Halle.
Francö.
54 Julii ( Aug. 58 Wegnern ] Wagnern: D.
" Joachim Justus Breithaupt (s. Brief Nr. 7, Anm. 36).
12 Paul Anton (s. Brief Nr. 110, Anm. 64).
13 Friedrich Grunack, geb. in Berlin; nach dem Studium in Königsberg, Altdorf, Wittenberg, Halle (immatr. 12.8.1698) und Leipzig ab 1705 Rektor in Zehdenick; 1711 Magister in Rostock; 1717/18 Konrektor am Friedrichswerderschen Gymnasium (Matrikel Halle, 189; Müller/Küster 1, 990).
14 Gottfried Wegner (18.3.1644-14.6.1709), geb. in Oels in Schlesien; 1663 Studium in Königsberg (1666 Magister); 1667 Archidiakon und Rektor in Eberswalde, 1674 Diakon an St. Nikolai in Frankfurt/Oder, 1676 an St. Marien ebd., wo er auch Vorlesungen hielt; 1694 Dr. theol. in Halle, 1695 ao. Prof. theol. und 2. Hofprediger in Königsberg, 1697 o. Prof.; 1709 Prof. Primarius, Oberhofprediger und Assessor des samländischen Konsistoriums ebd. (DBA 1339, 380-388; ADB 41, 426f; Jöcher 4, 1848-1850; Matrikel Königsberg 2, 32; Matrikel Frankfurt 2, 152; Matrikel Halle, 470; Pfarrerbuch Brandenburg 2/2, 938). - Wegner verfaßte zahlreiche, zumeist kleinere theol. Schriften.