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Nr. 161 AM. Francke an Ph.J. Spener 25. 4. 1699
bitte, damit auff bedürffenden fall man die Sache inne habe, u. in specie mit dem Herrn von Fuchß 4 , dem sie Herr Katsch insinuiren sol, drauß sprechen
10 könne. 5 Quid hominibus ea de re videatur, non curo. Ich bin auffs allerge- wisseste, daß es der Herr zur Ehre seines Namens wird gereichen laßen, und wil indessen mein angesicht nicht verbergen für Schmach und Speichel, noch meine Wangen für denen, die mich rauffen. 6 Denn ich kan nichts anders als einen großen Sturm darauff vermuthen. Sed victrix et triumphatrix erit ve-
15 ritas, Hallelujah. Ein guter Hirt last sein Leben für die Schafe. 7 Ich verharre in bitte für mich und diese Sache zu beten.
Mfeines] Thfeuresten] Vat[ers] Gebetschuldfigster] Afugust] H[ermann] Francke.
Halle den 25. Ap[ril] 1699.
9 Herr ] Herrn: D. 13 /für/. 19 25. < 22.(?).
eine Stellungnahme Heinrich von Bodes (Lit. A, Bl. 9f [zur Person s. Brief Nr. 123, Anm. 6]), ein Extrakt der am 2.2.1699 von Francke gehaltenen Predigt (Lit. B, Bl. 1 lf) sowie eine Nachschrift der von Johann Andreas Schäffer (s. Brief Nr. 254, Anm. 21) am Sonntag Quasimodogeniti 1699 in St. Ulrich gehaltenen Predigt (Lit. D, Bl. 35f; außer Lit. D abgedruckt bei Kramer, Neue Beiträge [s. Anm. 1], 80-115).
4 Paul von Fuchs (s. Brief Nr. 95, Anm. 4).
5 Von der Übersendung der Akte nach Berlin, unabhängig von der regulären Antwort an das Konsistorium, konnte Francke sich für den Fall einer für ihn ungünstigen Entwicklung des Vorgangs direkte Unterstützung durch die Regierung oder einzelne Minister erhoffen. Neben Spener (vgl. Brief Nr. 162, Z. 1 lf) und von Fuchs erhielt auch Carl Hildebrand von Canstein (s. Brief Nr. 143, Anm. 1) die Schreiben zur Einsicht (vgl. die Briefe Cansteins vom 26.4. und 3.5.1699, in: Canstein/Francke, 56f).
6 Jes 50,6.
7 Joh 10,11.