Nr. t63 PhJ. Später an A.H. Francke 23.5.1699
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es zu süßem geruch von der hand des Engels bey dem raüchaltar vor seinem angesicht auffsteige. 15
Wormit deßen ewiger liebe mit gantzem geliebten hauß empfehlende ver- 45 bleibe
Meines Hochgeehrten Herrn Gev[atters] und gelfiebten] Bruders zu gebet und liebe williger
Philipp Jacob Spener D. Mppria.
Berlin den 23. Maj. 1699. 50
Herr v. Hattenbach 16 ist in Lübeck den 18. Maii am hitzigen fieber verstorben. Der Herr habe ihn in seiner gnadenhand.
Dem HochEhrwürdigen, Großachtbaren und Hochgelehrten Herren August Hermann Francken, Sanctissimae Theolfogiae] Graecae und Orient[alium] Linguarum professfori] publico ordinario, und der Glauchischen gemeinde 55 treufleißigen pastori. Meinem Hochgeehrten Herrn Gevattern und in dem Herrn geliebten Brüdern.
Halle.
Franco
51 Maij ] Iunius: D.
15 Vgl. Dtn 33,10; Lk 1,11; Phil 4,18b u.ö.
16 Johann Salomon von Hattenbach (28.5.1650-18.5.1699), geb. in Waltershausen bei Gotha; 1672 Studium in Helmstedt (1674 Dr. med.); Arzt in Boizenburg, ab 1684 in Lübeck; seit dem Beginn der 90er Jahre Leiter eines enthusiastischen Kreises, dem u.a. Adelheid Sibylle Schwarz (s. Brief Nr. 55, Anm. 16) angehörte; 1697 Aufenthalt in Berlin wegen Auseinandersetzungen mit dem Lübecker Superintendenten August Peiffer (s. Brief Nr. 55, Anm. 17) (DBA 483, 366-368; Jöcher 2, 1401; Matrikel Helmstedt, 195; Pfarrerbuch Gotha, 304; Matthias, 272f. 275f; J.S. Hattenbach, Disputatio medica inauguralis de colica/ [...], Helmstedt 1674; ders., Epistola sacra ad amicum Lipsiensem, Lübeck 1694). - Hattenbach stand in den Jahren 1698/99 mit Francke im Briefwechsel (vgl. AFSt/H C 86: 1-10).