Nr. 188 Ph.J. Spener an A.H. Francke 23.12.1699

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man solte leicht durchgetrungen haben: aber jetzt stehet die contradiction der regirung 17 zu starck im weg. Indeßen wollen wir nicht aufihören zu dem Herren zu beten, und ihm seine sache zu befehlen.

Wegen des Schlesischen knabens ist mir lieb, nachricht zu haben 18 , son­derlich aber, das es nicht so arg. Doch muß man nicht sicher sein, sondern es sollen die seinige billich darvon nachricht haben, was passiret, desto beßer seinetwegen auff der hut zu sein. Daß der teuffei nicht etwa auß dieser gelegenheit erst einen vortheil über den armen jungen gewinne, da man nicht acht auff ihn hätte. Der Herr aber steure dem argen feind an allen orten u. auff alle weise. Wormit der göttlichen gnaden obhut mit gantzem lieben hause erlaßende u. zu den feyertagen alle krafft des geistes anwünschende verbleibe

Meines Hochgeehrten Herrn gevattern u. gel[iebten] Bruders zu gebet u. liebe williger

Philipp Jacob Spener D. Mppria.

Berlin den 23. Xbr. 1699

Herren Herren August Hermann Francken Sanctissimae Th[eologiae] pro- fjessori] publico der universitet Halle und pastori zu Glaucha.

Halle

Francö

17 S. Z. 6-15 und Anm. 5.

18 Zu dem schlesischen Jungen am Paedagogium, der sich dem Teufel verschrieben haben sollte, s. Briefe Nr. 185, Z. 23-28 und Nr. 186, Z. 16-25.