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Nr. 195 Ph.J. Später an A.H. Francke 10.2.1700
gnade, das alles richtig wird, habe ich seine güte zu preisen, der mir an eines statt 2 treue männer gibet.
Nach Halberstatt ist befehl geschickt, Herrn Tögeln 15 zur probpredigt nach Derenburg zu fordern: möchte wißen, ob er sich darzu resolviren werde. 16 Herr Nachtigal 17 wird nun pastor zu Oranienburg, ist diese woche ordinirt worden, und hoffe ich viel von ihm. Der Herr erfülle es. Herr M. Meurer ls ist nunmehr designirt zu der stelle nach Stendal 19 , und hoffe ich nicht, das was dagegen einige moliren möchten, es zurück treiben solle. Also leßt der Herr doch noch an etlichen orten in dergleichen seine gnade blicken, die wir deswegen billich preisen 2 ": Er thue es auch an ihrem ort und in ihrem anligen.
In deßen treue obhut, und regirung hertzlich erlaßende verbleibe schließlich
Meines hochgeehrten Herrn und gelfiebten] Bruders zu gebet u. liebe williger
Phfilipp] J[acob] Spener D. Mppria. Berlin den 10. Febr. 1700.
Herrn D. Breithaupten 21 und Herrn D. Anton 22 mit den ihrigen grüße ich freundlich, und antworte jenem nechstens 23 .
Herren Herren August Hermann Francken Sanctissimae Theol[ogiae] pro- f[essori] publ[ico] ordinario und pastori zu Glauchen vor Halle. Franco
49 /es/. 49 solle (sollen. 59 jenem ] jenen: D.
15 Immanuel Tögel (s. Brief Nr. 168, Anm. 36).
16 Francke richtete eine entsprechende Anfrage an Tögel erst am 13.2.1700 (s. Brief Nr. 196, Z. 14-16).
17 Tobias Nachtigall (s. Brief Nr. 177, Anm. 9).
18 Johann Christoph Meurer (s. Brief Nr. 21, Anm. 18).
19 Meurer wurde Adjunkt des Generalsuperintendenten Daniel Bernhardi (s. Brief Nr. 182, Anm. 6) in Stendal.
20 Vgl. EKG 49, Strophe 2 u. 200, Strophe 3 (entspricht EG 71, Strophe 2 [„zu Recht"] und 308, Strophe 3 [„willig"]).
21 Joachim Justus Breithaupt (s. Brief Nr. 7, Anm. 36).
22 Paul Anton (s. Brief Nr. 110, Anm. 64).
23 Entsprechend datierte Schreiben Breithaupts und Antons wie auch Antworten Speners sind nicht überliefert.