Nr. 220 Ph.J. Spener an AM. Francke 25. 5. 1100
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müßen 23 , als ein guter freund acht zu geben, und den jüngern Sohn 26 zu infomiren. Ich sehe es gern, und meine, er würde wol versorgt, dieses aber eine nähere gelegenheit sein, ihn zu einem dinst zu bringen. Herr Lysius 27 verlangt ihn zwahr auch zu sich, und mißgönnte ich ihm denselben nicht, aber ich halte ihn vor Herrn Thöringen nöthiger. Wünsche bald von ihm 50 antwort zu haben: um sich hie darnach zu richten. 28 Wormit der treuen güte des Himmlischen Vaterfs] hertzlich erlaßende verbleibe
Meines Hochgeehrten Herrn gev[attern] u. gelfiebten] Bruders zu gebet und liebe williger
Philipp Jacob Spener D. Mppria. 55 Berlin den 25. Maj. 1700
Herrn Herrn August Hermann Francken Sanctissimae Th[eologiae] pro- ffessori] ordin[ario] in Halle und pastori zu Glauche. Halle
Francö. 60
25 Benedikt Heinrich Thering [laut Pfarrerkartei der KPS Vorname „Benedikt Johann Heinrich"] (6.7.1679-9.7.1743), geb. in Cölln/Spree; 1698 Studium in Halle, 1700 in Gießen; 1707 Pfarrer in Barleben bei Magdeburg (Auskunft Pfarrerkartei der KPS; Zedier 43, 1224f; Lukas Heinrich Thering an Francke, 7.2.1698, AFSt/H C 246: 4).
26 Wohl Johann Lukas Thering (geb. 24.6.1692), geb. in Cölln/Spree; seit 1713 Gerichtsadvokat in Berlin, spater Oberbürgermeister in Frankfurt/Oder (Müller/Küster 4, 495; Lukas Heinrich Thering an Francke, 16.5.1702 u. 19.12.1717, AFSt/H C 246: 11. 13).
27 Johann Lysius (s. Brief Nr. 159, Anm. 7).
28 Ein Antwortschreiben von Arnold ist nicht überliefert. Auch läßt sich nicht sicher nachweisen, daß er tatsächlich als Informator nach Berlin ging: Man kann nur vermuten, daß es sich um jenen Arnoldi handelt, der bei der Witwe Barbara Cordula Astmann (s. Brief Nr. 190, Anm. 32) angestellt wurde (vgl. Canstein/Francke, 132. 147 [ohne Vorname]).