Nr. 250 A.H. Francke an Ph.J. Später 1. 8. 1702
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Einlage von Herrn Dr. Alberti zu Gerau 5 kommet nur hiebey 6 , weil er meines th[euresten] Vaters Gebeth so hertzlich verlanget. Der Scotus 7 , so an Herrn Dr. Breithaupten 8 recommendiret 9 , ist nun hier, u. werden wir suchen ihm gebürend zu begegnen. Ich verharre mit inniglicher begrüßung der hochwehrtjesten] Fr[au] Gevatterin 10 und ganzen haußes
Meines theuresten Vaters Gebethschuld[igster]
Afugust] H[ermann] Francke. Mppria.
Monsieur Monsieur le Conseiller et Docteur Spener ä Berlin .
23 wir suchen ] versuchen: D.
5 Möglicherweise Johann Heinrich Alberti (5.12.1643—um 170(1), geb. in Gera; ab 1662 Studium in Altdorf, Leipzig und Wittenberg; 1672 Lic, 1680 Dr. jur. in Jena, dann Advocat in Gera (DBA 12, 43; Jöcher EB 1, 421 f).
6 Nicht überliefert.
7 Thomas Kennedus (Kennedy), immatr. als Medizinstudent in Halle 16.3.1703 (laut Ortsverzeichnis der Matrikel 1702), 1705 Dr. med. ebd. (Matrikel Halle, 72. 658; Th. Kennedy, Dis- sertatio inauguralis physico-moralis medica de temperamento fundamento morum et morborum in gentibus [...], Halle 1705 |Mikrofilmausgabe New Häven 1973]).
8 Joachim Justus Breithaupt (s. Brief Nr. 7, Anm. 36).
' Ein entsprechendes Empfehlungsschreiben ist nicht überliefert. 10 Susanne Spener (s. Brief Nr. 15, Anm. 16).