Nr. 253 Ph.J. Spener an A H. Francke 18.2.1704
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andern theils hertzlich geliebtem Bruder selbs den Sohn zu Christlicher auff- sicht zu recommendiren.
Der Vater 7 ist einer der vornehmsten in dem Rath, der es treulich mit dem 15 werck des Herrn meinet, die mutter K ist auch sehr Christlich gesinnet, und von gutem verstand, daß keine ehe unter den vornehmen der statt wüßte, da beide sogleich gute intention hätten, daher gern des Sohns seele [?] gerettet wißen möchten. Es wäre auch zu hoffen, wenn Gott die absieht also segnete, daß dergleichen ein junger mensch wol gerathen nach hauß käme, das er an- 20 dern sui ordinis Vorleuchtende viel gutes außrichten könte. Der ursach wegen habe dem verlangen soviel lieber platz geben, die bitte anbringen, u. anbey ersuchen wollen, ob beliebig wäre, mich hierauff zu berichten, was widerum antworten könte. 9 Der Herr aber secundire selbs alles gute vornehmen. In deßen treue obhut und regirung empfehlende verbleibe 25
Meines Hochgeehrten Herrn und gel[iebten] Bruders zu gebet u. liebe williger
Philipp Jacob Spener D. Mppria. Berlin den 18. Febr. 1704.
Herrn Herrn August Hermann Francken Sanctissimae Theologfiae] pro- 30 f[essori] publ[icoj ordinario, und pastori zu Glauche.
Halle.
Franco
18 seele(?); sache(?). 19 /wißen/ : (..?).
7 S. Anm. 1.
s Anna Catharina Ruland, geb. Kellner (1.3.1652-7.10.1706), seit 1670 Ehefrau von Nikolaus August Ruland (Körner [s. Anm. 1], 157). 9 Zu Franckes Antwort s. Anm. 5.