entstanden, wenn sie nicht bald weren von einander gebracht worden. So
gehets, wenn man dem Teuffel einen Hoff-dienst leistet, und hat seine
Lieberey nicht. (7) Wenn ein Clericus mit seiner Kappe herumb tan-
tzet, haltens auch wohl politici für eine unanständige Sache. Warumb?
Er ist ein Geistlicher, der soll andern mit guten Exempel vorgehen.
Ey, so müßen ihm ja die Andern nachfolgen. So sind ja alle Christen
gesalbte mit dem Heil. Geist; Priester Gottes, zu verkündigen die
Tugend des, der sie berufen hat aus der Finsternis zu seinem wun-
derbahrem Licht. Man sehe nur zu, was solches ihr geistliches Prie-
ster-Amt für Nachdruck habe, wo man also ein Gänglichen mit
der welt gethan hat. (8) Für einem halbierten Christenthumb
fürchte ich mich wie für dem Satan selbst, darin wird wir gewißlich
sehr leichte fallen werden, wenn wir dergleichen Dinge, die die Welt
im Unglauben und zur Kützelung des Fleisches thut, approbiren und
selber mitmachen unter dem Fürwand, daß es frey mittel dinge sind,
da es doch der Welt kein Mittelding ist, noch denen Gläubigen, wenn
sie andere damit ärgern. (9) Was bedeut das Fiedeln der welt-
lichen Lieder? kommt das aus dem Glauben, und geschiehet es in Nah-
men des Herrn Jesu und zur Ehre Gottes? Oder kann der Teuffel
wohl aufpfeiffen, und ein Christ darnach tantzen? Daher ich denn
also schließe: Ein rechtschaffener Christ könne bey solchen gantz
unvermeidlichen Umständen nicht mit guten Gewißen einen öffent-
lichen Tantz thun, sondern das gehöre zur Liebe der Welt. Mir stehen
auch diesfals viel Ärgerniß, so unter den Frommen entstanden, für
Augen. Ich habe auch jüngsthin einer fürnehmen Person in eben dieser