digen also mit dem, der sie sündigen gemacht 3. Warumb
tanzt ein Christ? daß er nicht für einen Sönderling fur der Welt
gehalten werde? so prüffe er sich, er ist Creutzflüchtig, oder, daß
er ihme eine Ergötzligkeit mache? Ist fleisches Lust, die muß heraus.
Weh dem, der keine beßere Ergötzung Weis. Wer trinckt aber
Mist-pfützen, wenn er eine schöne klare Quelle hat? Ich ge-
schweige, daß ja ein recht schaffener Christ die Gelegenheit
zur Fleisches Lust meiden muß, was ist aber leichter, als daß
das Fleisch durch einen Tantz mit einer Weibs-Person zur
Geilheit gereitzet werde (4) Gesetzt, daß ichs in Glauben thun kön-
te, auch ohne Gefahr, zur Unkeuschheit gereitzet zu werden, wie
weiß ich denn, ob auch die Weibes-Person, mit der ich tantzen will
so starck im Geist sey, als ich zu seyn vermeine. Weiß ichs a-
ber nicht, warumb stürtze ich sie in Gefahr zu sündigen (.5) Wenn
wir die Fleisches-Lust in uns fühlen, so klagen wir über die
menschliche Schwachheit; ey so müßen wirs ja verhüten, oder wir
sind nichts beßer als die Welt, die klagt über die Sünde, und fäl-
let doch muthwillig darein. (6) Wer dem Teuffel einen finger
breit weichet, der muß ihm ferner weichen. Ein Exempel ist mir be-
kand, daß einer, der einen Anfang zu einen ernstlichen Christenthum
gemacht, sich durch Bitte bewegen laßen, einmahl mit zu tantzen,
da Ers nun. wie wohl mit unruhigen Gewißen und Zweiffel, obs
Gott wohl gefiele, gethan, kriegt er im tantzen von einem andern
eine Ohr-feige. Was zu thun? Er gedencket eine Sünde hastu be-
gangen, die andere wird nachfolgen, und were wohl ein Unglück
tanzt ein Christ? daß er nicht für einen Sönderling fur der Welt
gehalten werde? so prüffe er sich, er ist Creutzflüchtig, oder, daß
er ihme eine Ergötzligkeit mache? Ist fleisches Lust, die muß heraus.
Weh dem, der keine beßere Ergötzung Weis. Wer trinckt aber
Mist-pfützen, wenn er eine schöne klare Quelle hat? Ich ge-
schweige, daß ja ein recht schaffener Christ die Gelegenheit
zur Fleisches Lust meiden muß, was ist aber leichter, als daß
das Fleisch durch einen Tantz mit einer Weibs-Person zur
Geilheit gereitzet werde (4) Gesetzt, daß ichs in Glauben thun kön-
te, auch ohne Gefahr, zur Unkeuschheit gereitzet zu werden, wie
weiß ich denn, ob auch die Weibes-Person, mit der ich tantzen will
so starck im Geist sey, als ich zu seyn vermeine. Weiß ichs a-
ber nicht, warumb stürtze ich sie in Gefahr zu sündigen (.5) Wenn
wir die Fleisches-Lust in uns fühlen, so klagen wir über die
menschliche Schwachheit; ey so müßen wirs ja verhüten, oder wir
sind nichts beßer als die Welt, die klagt über die Sünde, und fäl-
let doch muthwillig darein. (6) Wer dem Teuffel einen finger
breit weichet, der muß ihm ferner weichen. Ein Exempel ist mir be-
kand, daß einer, der einen Anfang zu einen ernstlichen Christenthum
gemacht, sich durch Bitte bewegen laßen, einmahl mit zu tantzen,
da Ers nun. wie wohl mit unruhigen Gewißen und Zweiffel, obs
Gott wohl gefiele, gethan, kriegt er im tantzen von einem andern
eine Ohr-feige. Was zu thun? Er gedencket eine Sünde hastu be-
gangen, die andere wird nachfolgen, und were wohl ein Unglück