nach Gelegenheit eine Lehre Wahrheit wi-
der die Päpstliche Lehre ausführe, thue
ich solches mit aller Sanfftmuth und Lin-
kigkeit. Laßet uns nur meine theure-
ste Freundin, den HErrn der Erndte
unabläßig anflehen, gewiß die Fel-
der sind schon weiß zur Erndte. O!
wie groß wird doch unsere Freude
seyn, gewiß wie zur Erndte-Zeit!
Wir wollen uns aber auch die Hitze
dabey nicht befremden laßen, welche
zur Erndte-Zeit nicht aus bleibet. Sie
bete aber auch für mich, dessen Ruhm
allein die Gnade des HErrn ist, der
ich sonst nicht werth bin den Namen
des HErrn Jesu in meinem Munde
zu führen, daß der HErr ferner
meinen inwendigen Menschen be-
vestige zu einer männlichen Stär-
cke, und mir allerzeit ein freudiges,
liebreiches und kräfftiges Aufthun
des Mundes verleyhe, sein gewißes
und großes Heyl, welches da ist
sein Reich durch Christum in uns,
denen Seelen zu verkündigen, und
zu seyn ein Prediger der Gerechtig-
keit. Genug der HErr ist mit
uns! Bey Zeigern dieses werden
Sie einen schönen Grund des unge-
färbten Glaubens und herzlicher
Liebe finden. Möchte wünschen
daß gegenwärtiges Schreiben auch
mit