Böses reden, oder gar stillschweigen. Durch
dieses würde ich von aller menschlichen So-
cietät excludiret, Jenes wird keiner thun,
der von Paulo gelernet hat, daß Er kein
faul Geschwätz dürffe aus seinem
Munde gehen laßen, sondern was nütz-
lich ist zur Beßerung, da es noth thut,
daß es holdseelig sey zuhören, Ephes. IV. 29.
Ich will auch nicht hoffen, wenn solches
reifflich überleget wird, daß sich Facul-
tas Theologica oder das Ministerium
ein monopolium hierinnen vindiciren
wird. Dann was wäre das andres, als
daß man damit die Layen wieder un-
ter die Banck steckte, wie ehemals im
Pabstthum geschehen. Es scheinet auch,
man habe sich der gar wunderlichen
Frage, die gleichsam straffs-weise formi-
ret wird, f. 8. a. artic. 15. Wer mich
hierzu beruffen und vociret //verordnet//? Darnach
geschämet, und sie deßwegen in denen
puncten, darüber ich befraget worden, aus-
gelaßen. Denn es ia scheinet,
als wenn man damit alle übung des
Christenthumbs über einen Hauffen
werffen wolte. (ε.) Hiemit aber ver-
werffe ich keines weges das öffentliche
Predigen. Denn ich ia selbsten öffentlich
an diesem Orth zu vielen mahlen geprediget.
Daß es aber am Predigen genug sey, dazu
sage ich nein. Denn Paulus saget es
selbsten zu denen Tessaloniern c. V.11.12.13.
dieses würde ich von aller menschlichen So-
cietät excludiret, Jenes wird keiner thun,
der von Paulo gelernet hat, daß Er kein
faul Geschwätz dürffe aus seinem
Munde gehen laßen, sondern was nütz-
lich ist zur Beßerung, da es noth thut,
daß es holdseelig sey zuhören, Ephes. IV. 29.
Ich will auch nicht hoffen, wenn solches
reifflich überleget wird, daß sich Facul-
tas Theologica oder das Ministerium
ein monopolium hierinnen vindiciren
wird. Dann was wäre das andres, als
daß man damit die Layen wieder un-
ter die Banck steckte, wie ehemals im
Pabstthum geschehen. Es scheinet auch,
man habe sich der gar wunderlichen
Frage, die gleichsam straffs-weise formi-
ret wird, f. 8. a. artic. 15. Wer mich
hierzu beruffen und vociret //verordnet//? Darnach
geschämet, und sie deßwegen in denen
puncten, darüber ich befraget worden, aus-
gelaßen. Denn es ia scheinet,
als wenn man damit alle übung des
Christenthumbs über einen Hauffen
werffen wolte. (ε.) Hiemit aber ver-
werffe ich keines weges das öffentliche
Predigen. Denn ich ia selbsten öffentlich
an diesem Orth zu vielen mahlen geprediget.
Daß es aber am Predigen genug sey, dazu
sage ich nein. Denn Paulus saget es
selbsten zu denen Tessaloniern c. V.11.12.13.
daß sie nicht