Francke, Gotthilf August



NameFrancke, Gotthilf August
Lebensdatengeb. 21. März 1696, gest. 2. September 1769
Geschlechtmännlich
LandDeutschland
GeburtsortGlaucha
SterbeortHalle (Saale)
Biografische InformationPrivatunterricht, 1709 Besuch des Pädagogiums in Halle. Am 27.03.1714 Immatrikulation an der Universität in Halle, Theologiestudium. 1716 Informator am Pädagogium in Halle. 1717-1718 Reise durch Süddeutschland. 1719-1720 Studium an der Universität Jena, wurde dort Magister. 1720 Pfarrer am Zucht- und Arbeitshaus in Halle, 1723 Adjunkt an der Kirche Unser-Lieben-Frauen. Gleichzeitig Adjunkt der theologischen Fakultät der Universität Halle. 1726 außerordentlicher und 1727 ordentlicher Professor der Theologie. 1727 Kondirektor des Waisenhauses in Halle. 1728 korrespondierendes Mitglied der Society for Promoting Christian Knowledge (SPCK). 1729 Dekan der Theologischen Fakultät Halle. 1730 Inspektor der Kirchen und Schulen im Saalkreis. 1738 Diakon an der Kirche Unser-Lieben-Frauen, 1738 Doktor der Theologie. 1739 Direktor des Waisenhauses in Halle. Sommersemester 1739 Prorektor der Universität Halle. 1740 Archidiakon an der Kirche Unser-Lieben-Frauen, 1767 Konsistorialrat in Halle. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag in der Fortführung des Werkes seines Vaters, dem Ausbau der Glauchaschen Anstalten und der Intensivierung der weltweiten Beziehungen besonders nach Indien und Nordamerika.
Verwandtschaftliche BeziehungenFrancke, August Hermann (Vater) ; Francke, Anna Magdalena (Mutter) ; Francke, August Gottlieb (Bruder) ; Freylinghausen, Johanna Sophia Anastasia (Schwester) ; Francke, Johanna Henriette (1. Ehefrau) ; Francke, Eva Wilhelmine (2. Ehefrau) ; Zanthier, August Carl Alexander von (Neffe)
LiteraturFreyer, Hieronymus: Programmata latino-germanica cum additamento miscellaneorum vario. Halle 1737, S. 690, 705, 743 ; Dreyhaupt, Johann Christoph von: Pagus Neletici et Nudzici oder ausfuehriche diplomatisch-historische Beschreibung des ... Saal-Creyses. Bd. 2. Halle 1755, passim ; Fortsetzung und Ergänzungen zu Christian Gottlieb Jöchers allgemeinem Gelehrten-Lexicon. Von Johann Christoph Adelung und vom Buchstaben K fortgesetzt von Heinrich Wilhelm Rotermund. Bd. 2. Leipzig 1784-, Sp. 1204f. ; Meusel, Johann Georg: Lexikon der vom Jahr 1750 bis 1800 verstorbenen Teutschen Schriftsteller. Bd. 3. Nachdr. d. Ausg. Leipzig 1802-1816, S. 447 ; Kramer, o.A.: Francke, Gotthilf August. In: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 231-233 ; Chronik der Stadt Halle 1750-1835. Hg. vom Thüringisch-Sächsischen Geschichtsverein. Bearb. von Bernhard Weißenborn. Halle 1933, passim ; Beyreuther, Erich: Francke, Gotthilf August. In: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 325 ; Leichenpredigten in der Hauptbibliothek der Franckeschen Stiftungen zu Halle. Halle 1975, S. 186 ; Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon. Begr. und Hg. von Friedrich Wilhelm Bautz. Fortgef. von Traugott Bautz. Bd. 02. Hamm (Westf.) 1990, Sp. 90 ; Geschichte des Pietismus. Im Auftrag der Historischen Kommission zur Erforschung des Pietismus. Hg. von Martin Brecht. Bd. 2. Göttingen 1993-1995, passim. ; Goetten, Gabriel Wilhelm: Das jetztlebende gelehrte Europa. Bd. 1. Braunschweig u.a. 1735-1740, S. 344 ; Winter, Eduard: Halle als Ausgangspunkt der deutschen Rußlandkunde im 18. Jahrhundert. Berlin 1953, passim ; Hinrichs, Carl: Preußentum und Pietismus, der Pietismus in Brandenburg-Preußen als religiös-soziale Reformbewegung. Göttingen 1971, passim.
GND118684426