Namen Gottes mit dem Schif nach Nicobaren; als wie Gott
gebe! guter Kundschafter des Landes gehen.“
Den 30ten Augusti solte er schon zu Schiffe gehen, des
wegen sämtliche Collegen bey ihm waren. Da es sich
aber verzögerte, vereinigten sich einige mit ihm im
Gebet, in welchem der Selige mit gar besonderer Beu-
gung vor Gott und gäntzlichen Aufopferung in seinen
Willen auf Leben u. Tod, kindlich und eindringend mit
Gott redete und sich so wohl als auch uns insgesamt
vielen Segen von Gott ausbat. Endlich wurde //er// den 31sten
August frühe von seinen Collegen zum Theil an den
See-Strand zum Theil bis aufs Schif selbst begleitet.
u. so dem Herrn u. seiner Gnade empfohlen. Nach
gehends hat er noch ein paar mal vom Schif, vor der
Absegelung desselben geschrieben. In dem ersten Brief
chen schrieb er unter andern folgendes:
"Mein erster Spruch auf dem Schiffe ist: Meine Sele ver-
langet nach deinem Heil: Ich trage meine Sele in mei-
nen Händen p. Der HErr Jesus vermehre in Gnaden
täglich das Verlangen nach ihm in meiner Selen, und
das um so vielmehr, weil meine Sele täglich in meinen
Händen trage"
In dem 2ten stehen unter anderm folgende Worte:
"Der HErr lehre mich nun recht das Eine Nothwendige
zu suchen. In meinem Kämmerchen suchte bald Gele-
genheit mein Hertz vor dem HErren auszuschütten;
da denn besonders mit flehete, wie für die Schadloos-
haltung meiner Selen, als auch um Gnade Weisheit und
Kraft andern in Gebehrden Worten und Wercken er-
baulich zu seyn. Ich werde mich suchen möglichst stille
zu halten, um die Gemüther erst kennen zu lernen;
HErr leit und führe mich so lang ich leb auf Erden, und
auf dem Meer p. Sie werden fleissig nachbeten. Der
HErr Jesus lasse mich die Kraft davon auf eine ge-
segnete Weise erfahren"
Endlich schrieb er noch den 1sten September; da sie eben
unter Segel gingen unter andern:
"Wir segeln nun bey schwachem doch guten Winde in Got