//HErr Pasche schreibt unterm 12. August 1785, daß HErr Diemer vor einigen Wochen in London angekommen; er sich aber mit demselben nicht einlassen wolle.//
HErr König an d. HErrn Insp. Fabr. d. d. Trkbr. d. 12. Oct. 1785.
Wir haben aus Bengalen Nachricht, daß HErrn Diemers
Sohn zwischen Trankenbar u. dem Cap: auf See gestorben.
Von 1785 sind einige englische Briefe von HErrn Kiernander
da, aber kein einziger in deutscher Sprache. Von HErrn
Gerlach und Diemer ist kein einziger vorhanden.
In den Briefen von 1786 wird HErrn Diemer gar nicht gedacht.
Auch HErr Pasche aus London schreibt unterm 30 Mart. 1787.
Von HErrn Diemer sehe u. höre ich seit einiger Zeit her nichts. Sein
Name ist auch bey der Societät nicht gedacht.
In einem Briefe von hier an d. HErrn Mission. König d. d.
den 28 Febr. 1787. heißt es, daß HErr Diemer in Straßburg
gewesen wäre, aber von da wieder abgereist, ver-
mutlich um wieder nach Ostindien zu gehen. Darauf
Antwortet HErr König unterm 11ten Oct. 1787.
"Ich zweifele, daß HErr Diemer wieder nach Indien kommen
wird, wenigstens wird er nicht als Missionarius kommen.
Durch den Tod seines Kindes hat HErr Diemer die Hälfte
von dem Vermögen seiner Frau, neml. 15000 Rupien ver-
lohren, welche an den Schwieger Vater Mr. Weston
zurückfallen. Die andere Hälfte ist ihm vorher ausgezahlt
u. ohne Zweifel schon lange verzehrt.
Vom Jahr 1788 d. d. Strasburg d 28 Octtbr. befindet
sich ein Brief in der Miss. Corresp. von 8 Bogen lang
von HErrn Diermer, worin er sich über die Beschuldigungen
von HErrn Kiernander vertheidigt, weil er von HErrn
Mission. Jaenicke in London gehört, daß man in
Halle nicht aufs Beste von ihm urtheile. Am Ende
setzt er in ein P.S. hinzu: So Gott will werde
ich in einigen Tagen wieder nach Engelland gehen,
und fügt seine Adresse dazu
Aus HErrn Paschens Briefen
HErr Pasche. Kensington den 12ten August 1785.
HErr Diemer ist vorige Woche mit einem Dänischen Schiff von
Trankenbar hier angekommen. Ich bin nicht willens, mich mit ihm
einzulassen