hülfflich, daß er nach Halle zu gehen nicht
nur Erlaubnis von seinen Freunden bekam
sondern auch von verschiedenen Wohlthätern
Vorschub in Leiblichen, wie zu Reise-Kosten
also auch Stipendia zum Unterhalt auf der
Universitaet erhielte. Er reißete also Anno.
1751 im Majo nach Halle mit einen kräf-
tig gerührten Hertzen, über alles Gute
was der Herr in dieser Absicht an ihm
gethan. Beym Abschied nehmen frug ihm
sein Herr Beicht-Vater mit zärtlichen
Worten: Was ist nun seine Absicht, war-
um er auf die Universitaet reißet: Er
erwiederte: Um was nützliches zu lernen,
damit ich Gott in seiner Kirche einmahl
brauchbar werde. Worauf jener antwor-
tete: Soll das nicht sein Vorsatz seyn, daß
er Jesum in Hallle recht kennen lerne.
Dieses Wort fiel ihm so auf sein Hertz
daß er zuvor überhaupt mit ja antwor-
tete, aber mehr nicht sagen konnte, sondern
eilte, daß er bald sein Hertz vor Gott
auschütten könnte: da bat er Gott mit
Thränen. Er möchte doch dieses an ihm er-
füllen, und ihm auf der Universitaet
seinem Jesum recht kennen lehren, und
um seinet willen Vergebung der Sünden
wiederfahren laßen, bekam auch Hoff-