blieb ihr Gemüth, als man sehen kunte , in steter Gedul
und Zufriedenheit, sintemahl das hertzl. Verlangen und die in-
brünstige Liebe, welche sie zum Herrn Jesu hatte, ihr alle
bitterkeit versüßete, die sie vom Tode schmeckete. Sie ist
gewesen denenjenigen, die gesehen und gehöret haben, was
mit ihr binnen der Zeit vorgegangen ist; wie sie noch
bey gesunden Tagen ihr ~Hertz
hatte, also blieb sie
an dem Herrn hangen, und wünschete nichts mehr, als aufge-
löset und bey Christo Jesu zu seyn. Sie freuete sich sehr auf
den Tag ihres Abschiedes und wolte länger nicht auf der //Welt// bleiben,
auch nicht davon hören, wenn man ihr sagte: daß sie wohl
wieder gesund werden und länger leben würde. Nein,
sagte sie, ich will lieber sterben, denn da komme ich
zu meinem Heyland. Gleich, da sie kranck ward, ver-
langete sie ihre
mit ihr beten solten. Beym Besuch merckten
der h. Geist sehr kräfftig in ihr würckete. Alle Worte,
die sie redete, waren gantz ernstlich, und voller Glauben
und Liebe zu Gott. Also, daß
lehren //durfte//.
Als man //sie// wegen ihrer Kranckheit