dienen werde. Ich wünsche demnach von Hertzen
daß der HErr des lieben den Geist des lieben
seligen Herrn Gronau in reichem Maasse auf
Sie legen und //Sie// immer mehrere Proben sei-
nes Segens miteinander verspüren
lassen wolle, auch es Ihnen selbst das zum
Segen werden lassen wolle, daß des lieben seligen
Herrn Gronauen Kinder nun Ihre Kinder wor-
den sind, und Er Sie zum Vater und Ver-
sorger dieser Waysen gesetzet hat, welches
Ihnen kein Schaden sondern ein grosser Segen
seyn wird. Ihre wertheste Frau Liebste
grüsse hertzlich und bitte sie meines
hertzlichen Andenckens vor dem Herrn zu
versichern.
Sonsten enthält Ihr Brief vom 26ten
noch manches erfreuliches, worüber ich
den Herrn hertzlich lobe so mich getröstet, da
ich absonderlich daraus warnehme, daß
Sie der HErr in mehrere Armuth des Gei-
stes hineinzuführe scheine, welches ich als
eine Erhörung meines Gebetes für Sie
ansehe. O wie selig ist es, wenn ein jun-
ger Mensch, der nun schon ins PredigtAmt
ausgestossen //kommt// und zwar bey einer Gemei-
ne darinnen so viel erfahrene Christen
sind, //seine Schwache Schwachheit// erkennet, daß ihm noch vieles man-
gele und //da// er noch nöthig gehabt hätte mehr
reifer und gegründeter zu werden, und
wenn er sich dadurch desto mehr antrei-
ben läst, desto ernstlicher und brünstiger
nach Iac. 1,5 um Weißheit zu bitten und
Christum als seine Weisheit, Gerechtigkeit etc.
desto fester unabläßig zu ergreifen auch
desto der ernstlicher in der Ubung des gan-
tzen Christenthum fortzufahren, damit er
immer //mehr die nöthige// Erfahrung erlange die in solchen
Umständen nöthig ist.
Nun Und das ist es denn auch überhaupt
was