den Sie werden die Gelegenheit, sich desselben zu bedie-
nen fein auskaufen . Wie ich //er// denn selbst Ihnen das
Zeugniß giebt, daß er bey Ihnen in allen Stücken
ein folgsames Gemüthe finde, und auch Ihrer
Treue versichert sey; welches ich denn //nur// nicht darum
melde, daß Sie desto mehr Vertrauen zu ihm
fassen und fein kindlich und einfältig mit ihm
umgehen mögen, woran Sie sich //auch// Ihre natürliche Blö-
digkeit nicht hindern lassen müssen. Welches letztere
denn, nemlich die Überwindung der unzeitigen Blö-
digkeit, ich Ihnen denn vor diesmal absonderlich re-
commandire, auch absonderlich //unter andern// in dem Stück, daß
Sie sich nicht schämen, den Herrn Bolzius in allerley Vor-
fällen, auch in Kleinigkeiten um (dabey man man-
nigmal durch //aus// einer Unterredung mit einem andern noch
das meiste lernen kann) //fleißig// um Rath zu fragen, und
sich dessen, wie ich schon das vorigemal erinnert, in spe-
cie bey Ablassung Ihrer Briefe an die Societät p[erge] zu
bedienen; den Wie es denn sehr gut gewesen wäre,
wenn Sie solches auch bey Ihren ersten Briefen an die So-
cietät fein gethan, da Herr Bolzius schon viel mehr-
er Erfahrung hat, was man dabey zu beobachten
habe. Es kommt gar vieles darauf an, daß man
einen guten und ordentlich eingerichteten Brief schrei-
ben könne, und wer darinnen noch keine Übung hat,
kan es nicht besser lernen, als durch Anweissung ei-
nes geübteren. So viel auf diesmal. Ich er-
lasse Sie dem gnädigen Beystand des Herrn und
verharre mit hertzlicher Liebe
E[uer]