6 huius begegnet ist. Es hatte das Söhnlein Samuel
Lebrecht nebst seinen geliebten Bruder Gotthilf Israel
angefangen sich auf seine bevorstehende Reise nach Halle,
(wohin er ein großes Verlangen verspühren ließ) an-
zuschicken, und wir standen sämbtlich in der Hoffnung
daß es bald zur würcklichen Abreise kommen würde:
der HErr aber hatte ein anders beschloßen. Hätte die
vorgedachte Reise können vor sich gehen, so würden
wir einige Kräuter und naturalia, an welchen das
seelige Kind nebst seinem Bruder in denen frey Stunden
fleißig und mit Freuden hat helffen sammeln, mit
geschicket haben, welche nun bey einer andern guten Ge-
legenheit G[eliebts] G[ott] künfftig gesandt werden sollen.
Unsers lieben Samuels noch einmal zu gedencken, so hat
derselbe sonderlich in der letzten Zeit uns mit seinem
anhaltenden und freywiligen Fleiß, mit seinem wohl-
gesetzten und erbaulichen Betragen und auf andere Weise
offt vergnüget. Er schrieb unterweilen zu seiner Ubung
in geheim einige Briefelein an meine Ehegehülffin, die
so wohl eingerichtet waren, als man von einem Kinde
seines Alters erwarten mögen. In denselben führte
Lebrecht nebst seinen geliebten Bruder Gotthilf Israel
angefangen sich auf seine bevorstehende Reise nach Halle,
(wohin er ein großes Verlangen verspühren ließ) an-
zuschicken, und wir standen sämbtlich in der Hoffnung
daß es bald zur würcklichen Abreise kommen würde:
der HErr aber hatte ein anders beschloßen. Hätte die
vorgedachte Reise können vor sich gehen, so würden
wir einige Kräuter und naturalia, an welchen das
seelige Kind nebst seinem Bruder in denen frey Stunden
fleißig und mit Freuden hat helffen sammeln, mit
geschicket haben, welche nun bey einer andern guten Ge-
legenheit G[eliebts] G[ott] künfftig gesandt werden sollen.
Unsers lieben Samuels noch einmal zu gedencken, so hat
derselbe sonderlich in der letzten Zeit uns mit seinem
anhaltenden und freywiligen Fleiß, mit seinem wohl-
gesetzten und erbaulichen Betragen und auf andere Weise
offt vergnüget. Er schrieb unterweilen zu seiner Ubung
in geheim einige Briefelein an meine Ehegehülffin, die
so wohl eingerichtet waren, als man von einem Kinde
seines Alters erwarten mögen. In denselben führte